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Kürzlich las ich einen interessanten Beitrag auf dem Blog des Social Media Monitoring Dienstleisters Sysomos mit dem alarmierenden Titel “10 Reasons Why Social Media Fails”. Diesen möchte ich hier gern noch einmal kurz in etwas anderer Form ausrollen. Meine Frage:”Was können wir als Unternehmen tun, damit wir auch zukünftig im Social Web keinen Fuss auf den Boden bekommen!”


Social Media wird es richten

Vergesst E-Mail Marketing, vergesst Print und vergesst auch Eure Homepages! Pressemitteilungen am besten gleich der Reichweite wegen über Multidistribuiting in alle Kanäle streuen und auf der Facebook-Pinnwand die neuesten Angebot posten. Reagieren müssen wir darauf meistens nicht, denn die Fans erhalten sich am eh am liebsten untereinander. Was unser Ziel ist? Ganz klar der direkte Abverkauf, Berichterstattungen auf Spiegel.de und 2000 Fans auf Facebook!

Auf los geht´s los

Da soll es echt Unternehmen geben, die für effektives Social Media Engagement eine Strategie benötigen. Manche setzen sogar auf externe Beratung – alles reine Budgetverschwendung. Wozu denn das? Ratz fatz einen Twitterkanal und eine Facebookseite eröffnet, ein paar Bekannte eingeladen, der Rest kommt von selbst. Ein paar Bilderchen und einen Flyer hochgeladen. 2 Mal die Woche etwas über neuen Angebote gepostet – das sollte reichen. Kommentare, Repllies und DMs? Die können getrost noch eine Woche reifen, denn Kunden am Telefon und E-Mail haben Vorrang. Und warum betreiben wir eigentlich überhaupt noch ne eigene Homepage, wenn alle Welt sich sich sowieso nur noch bei Facebook herumtreibt?!

Vom Sündenbock zum Saubermann

Was können wir denn dafür, dass unsere Produkte so schlecht und unsere Kundenhotline deshalb auch so entnervt die Kunden anpöbelt. Aber im Web 2.0 lassen wir uns hiervon nichts anmerken. Wir schiessen munter aus allen Social Media Kanonen, veranstalten lustige Gewinnspielchen und beantworten lieb und nett die Kommentare unserer Fans und Followers. Wenn´s uns zu bunt wird, ziehen wir halt den Stecker raus!

Sales, Sales und nochmals Sales

Wie? Ihr wollt über Social Media nur indirekt über Euer Angebot sprechen? Womöglich noch mit Euren Kunden gemeinsam neue Produkte entwickeln? Die haben doch sowieso keine Ahnung von der Materie! Mit Social Media lässt sich prima abverkaufen! Das hat schon der Twitter-Rabatt-Kanal von Dell bewiesen – die haben da scheinbar einige Millionen mit gezogen. Und wie stellen wir das an? Wir kaufen uns einfach Follower im 1000 Pack, blasen unsere Sonderangebote in die Twittersphäre und beobachten wie unsere Umsatzkurfe ansteigt, Cheers!

Kleckern statt Klotzen

Wir sollen unsere Social Media Aktivitäten nur auf relevante Plattformen wie Xing, Facebook, Twitter, Flickr und YouTube beschränken? Was für ein Unsinn! Unsere Zielgruppen sind doch alle und überall. Mehraufwand, Verzettlung und zusätzliche Personalressourcen? Wieso denn das? Bei uns wird gegessen was auf den Tisch kommt – serviert wird aus der Ping.fm-Kanone, da ist für jeden aus jedem Netzwerk etwas dabei!

Social Media ist Hifi-Sache

Jemanden einstellen, der sich den ganzen Tag ausschließlich um unsere Social Media Kanäle kümmert und die Gespräche im Web 2.0 über unsere Marken beobachtet? Schwachsinn! Wir haben doch genug Praktikanten, die auch in ihrer Freizeit bei Facebook unterwegs sind. Außerdem passiert im Social Web sowieso nichts Wichtiges und wenn ein paar User meinen uns in aller Weböffentlichkeit harsch kritisieren zu müssen, löschen wir einfach deren Beiträge oder mahnen sie ab. Einen Grund findet unser Hausjustiziar immer!

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, lässt sich aber gern im Kommentarbereich weiterspinnen! :-)

Über den Autor Sebastian Voss


Sebastian Voss berät Unternehmen bei ihrer Online-Kommunikation und -Wahrnehmung. Der Kommunikationswirt gibt Seminare, hält Vorträge und unterstützt seine Kunden aktiv bei der Integration und Umsetzung einer gelebten Social Media Strategie.

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