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Viele Unternehmen (besonders hierzulande) sind immer noch der landläufigen Meinung: Social Media Monitoring sei zu teuer und wäre im Augenblick noch zu vernachlässigen.
Von Kundenseite heißt es meist: “Warum das Netz beobachten, wenn wir auf relevanten Plattformen wie Twitter, Facebook, YouTube bereits unterwegs sind – da bekommen wir doch eh alles mit?” Hier entgegnen wir gern mit: “Und was ist mit den Gesprächen, die nicht auf Ihren “Grundstücken” stattfinden – sind Sie hierüber auch im Bilde?”
Gerade in Deutschland treffen sich viele User in offenen Foren, Boards und auf Bewertungsportalen, auf denen über ihre Erfahrungen mit Produkten und Dienstleistungen diskutieren. Beliebt bei den digitalen Konsumenten sind u.a. Wer-weiss-was, Ciao, Dooyoo oder GuteFrage, um einige Beispiele zu nennen.
Doch nicht nur während des laufenden Social Media Programms ist ein gut aufgesetztes Social Media Monitoring unerlässlich. Auch bevor Sie mit dem Einstieg in Social Media beginnen, sollten Sie eine Ausgangsanalyse durchführen, um zu ermitteln wo sich Ihre anvisierte Zielgruppe überhaupt aufhält. Wird primär auf Facebook über Ihre Marke gesprochen, sollten Sie demnach erst einmal hier Ihren Schwerpunkt setzen, als das Sie gleich mit einem umfassenden Flächenbombardement auf allen Social Media Kanälen beginnen.
Sie sehen, Social Media Monitoring hat viele Facetten und sollten deshalb keinesfalls vernachlässigt werden, wenn Sie mithilfe Ihrer Social Media Aktivitäten Ihre Kommunikations-Ziele erreichen möchten.
Doch der Markt der Social Media Monitoring Software ist groß – die Auswahl erschlagend. Vor allem US-Anbieter buhlen zurzeit um die Gunst europäischer Unternehmen. Doch wie schaut es mit deutschsprachigen Dienstleistern aus?
Dies war für mich der Anlass zum Start einer Serie, die ich heute mit dem Medienbeobachtungsdienst blueReport beginnen möchte. Geschäftsführer, Christian Beilborn, stellte mir Rede und Antwort.
Was verbirgt sich hinter dem Namen blueReport?
blueReport ist die Echtzeit-Medienbeobachtung der cognita AG. Unter dem Motto „Sehen, wer was sagt“ zeigt blueReport unseren Kunden, wie sich ihr Unternehmen, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung im Netz positionieren und mit welchen Themen sie in Verbindung gebracht werden.
Wie lautet Ihr Alleinstellungsmerkmal? Wie unterscheidet sich blueReport grundsätzlich von anderen bekannten Diensten wie Radian6 oder Alterian SM2?
blueReport bietet eine komplette Medienbeobachtung aus einer Hand. Unser Social Media Monitoring hat alle relevanten sozialen Netzwerke im Blick. Als erste Medienbeobachtung im DACH-Raum konnten wir auch die Beobachtung von Google+ anbieten. Darüber hinaus umfasst unsere tagesaktuelle Quellenbasis aber auch über 20 000 deutschsprachige Online-Medien, Blogs, Foren, Websites von Unternehmen, Parteien, Verbänden sowie Parlamenten plus die 1000 wichtigsten internationalen Leitmedien. Alle Treffer stehen unmittelbar nach der Veröffentlichung zur Verfügung.
Mit der blueReport Print Option, die wir in Kooperation mit der PMG anbieten, liefern wir auf komfortablen Wege auch alle relevanten Beiträge aus der Tagespresse, Magazinen und Publikums und Fachzeitschriften.
Allgemein setzten wir mit unserer eigenen Entwicklungsabteilung auf eine eigenständige Technologie mit hocheffizienten Crawlern. So garantieren wir unseren Kunden eine exzellente Trefferqualität, was mit der Nutzung von herkömmlichen Suchmaschinen gar nicht möglich wäre.
Social Media Monitoring ist ein äußerst preisempfindlicher Bereich in deutschen Unternehmen. Gibt es bei Ihnen auch sogenannte Starter-Pakete?
Der Einstieg in die Medienbeobachtung und das Social Media Monitoring ist mit blueReport Basis bereits ab 129 Euro im Monat möglich. Diese Paket ist ideal für den Einstieg in das professionelle Medienmonitoring und liefert ein klares Bild von der eigenen Medienpräsenz.
In welcher Weise bekommt der Nutzer seine Treffer von Ihnen ausgewertet?
Alle Treffen stehen in einer nutzerfreundlichen Webapplikation zur Verfügung und werden in übersichtlichen Grafiken aufbereitet. Trends und die Entwicklung der Medienpräsenz lassen sich so mit einem Blick erkennen. Alle Ergebnisse können kommentiert, bewertet und mit Tags versehen werden. Mit nur wenigen Klicks lassen sich umfassende Reportings erstellen.
Darüber hinaus erarbeiten wir für verschiedene Kunden redaktionelle Zusammenfassungen oder Social Media Initialscans. Mit dieser Standortbestimmung im Netz erleichtern wir den Einstieg in ein wirklich effektives und zielgerichtetes Monitoring.
Social Media Monitoring wird in Deutschland noch recht stiefmütterlich behandelt. Welche Empfehlungen geben Sie Unternehmen, die ihre Reputation im Auge halten möchten? Ab welcher Größenordnung sollten Unternehmen beginnen Social Media Monitoring ernsthaft zu betreiben?
Die Medienpräsenz eines Unternehmens ist nach unseren Erfahrungen zunehmend unabhängig von festen Größen wie Mitarbeiteranzahl oder Umsatz. Besonders Blogs, Foren und das Social Web bedienen auch Nischenthemen. Wenn sich nur 20 Blogs, Online-Medien sowie einige Facebook-Mitglieder und Twitter-User mit einem bestimmten Themen beschäftigen, kann der Reputationsschaden durch einzelne negative Beiträge und Posts vergleichsweise groß sein. Ein Social Media Monitoring ist daher für jedes Unternehmen sinnvoll, das mit seinen Themen und Markennamen im Internet und der damit der Öffentlichkeit präsent ist.
Die Masse an Beiträgen, die man manuell erfassen und aufbereiten kann ist, begrenzt.
Ich empfehle Unternehmen genau zu prüfen, wie viel Arbeitszeit tatsächlich für die manuelle Erfassung der Medienpräsenz aufgebracht wird. Eine professionelle Medienbeobachtung wie blueReport rechnet sich hier sehr schnell.
Wie bewerten Sie das Thema insgesamt? Warum wird es in Zukunft wichtiger sein das Social Web hinsichtlich einer Marke zu beobachten?
Unternehmen haben in den letzten Jahren gemeinsam mit den Journalisten die Alleinherrschaft über die Informationsverbreitung verloren. Kunden sind im Netz zu einem Akteur auf Augenhöhe geworden. Es gibt ausreichend und genug bemühte Beispiele dafür, wie sich Nachrichten und Meinungen rasend und nicht immer zum Vorteil der Marken via Facebook, Twitter & Co. verbreitet haben.
Immer mehr Unternehmen und Organisationen werden aber erkennen, welches enorme Marketing- und Kommunikationspotential dies offenbart: Aus zufriedenen Kunden macht man schnell Botschafter der eigenen Marke. Ebenso lassen sich aufkommende Krisen frühzeitig erkennen und durch einen offenen Dialog abwenden. Social Media sind das ungefilterte Sprachrohr für Kundenwünsche, Meinungen und Verbesserungsvorschläge. Kaum ein Unternehmen wird es sich leisten können, hier nicht zuzuhören.
Wir bedanken uns für das Interview bei Christian Beilborn und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!









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