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Blogs
Erst kürzlich wies mich Daniel Pfeiffer auf seine wissenschaftliche Untersuchung am Institut für Kommunikations- und Medienforschung der LMU Müchen hin. Hier soll die Wirkung von Corporate Blogs auf deren Betrachter analysiert werden. Kein Wunder. Denn man hört, schaut und liest, dass immer mehr Unternehmen (auch hierzulande) bereit sind, ihre Unternehmenskommunikation durch Maßnahmen im Web 2.0 zu flankieren, z.B. mit einem Corporate Blog. Das Institut hat infolgedessen eine Umfrage gestartet. Also liebe Blogger und Blogleser, den Fragenkatalog, den ich mir übrigens auch zur Brust nehmen werde, findet Ihr auf http://www.dp-on.com/umfrage/index.php?sid=16969&lang=de Viel Spaß beim Ankreuzen!
Das Institut dankt für eure Mithilfe!
Ich bin zwar kein besonders guter Sportler aber wenn ich ein Stöckchen zugeworfen bekomme, versuche
ich es trotzdem zu fangen und es brav weiter zu schmeißen. So auch der Sinn und Zweck dieses Blogger-Rituals, das zuzeit in der Blogosphäres unter vielen Graswurzeljournalisten für virale Betüchtigungsübungen sorgt. Fleißig und zuverlässig, wie ich nun mal bin, versuche ich die als Stöckchen getarnte Interviewviewfragen, die urprünglich von dem Marketingblogger Michael van Laar in die virtuelle Welt ausgesetzt worden sind, ehrlich und nach bestem Gewissen zu beanworten. Und das ist dabei herausgekommen:
1. Seit wann gibt es das Blog?Mit meinem "Marketingberater 2.0 – dem Blog in Sachen Markterfolg", ging ich am 1. Septemper 2007 an den Start. Ach sieh an, bald kann mein gutes Stück sein Einjähriges feiern. Mal schauen, was ich mir dafür als Geburtstagsüberraschung einfallen lasse.
2. Was war der Auslöser, um das Blog zu starten?Das ist eine gute Frage. Vordergründig ging es mir darum, endlich unabhängig von redaktionellen Beschränkungen auf Online-Portalen und Fachzeitschriften zu publizieren. Ich wollte mein eigenes Ding drehen; durch ein persönlich-gefärbtes Journal meine Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Tagesgeschäft in die Welt da draußen hinausschreiben. Ich denke, ich bekam es bis dato mehr oder weniger gut hin.
3. Welchen Zweck hat das Blog?Auf meinem Blog möchte ich zum einen Marketer und PRler erreichen, die das Web 2.0 als Kommunikationskanal für ihr Unternehmen entdeckt haben und auf der Suche nach neuen Impulsen sind. Zum anderen möchte ich Entscheider kleiner und mittlerer Unternehmen ansprechen und diesen die neuen Social Media Tools hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Einflusses und feedbackorientierten Wirkungsweisen schmackhaft machen. Ich weiß, ich habe mir viel vorgenommen. ![]()
3. Was hat das Blog bisher „gebracht?Dazu kann ich nur sagen: Unmengen an synergetischen Kontakte, Erfahrungsaustausch, immense Steigerung des Bekanntheitsgrads, Neugeschäft, Kooperationspartner und, und, und. Ich kann nur jedem Selbstständigen anraten, der einigermaßen kommunikativ ist und 3-4 Stunden wöchentlich an Zeit mitbringen kann, ein Testballon in Sachen Weblogging zu starten. Es lohnt sich bestimmt!
Gemäß des Rituals werfe ich nun mein Stöckchen an Karkl-Heinz Wenzlaff (blogtrainer), Klaus Eck (PR Blogger), Michael Domsalla (KMTO), Daniel Gaßmair (viralandbuzzmarketing.de) und Jochen Mai (Karriebibel). "Sorry" im Voraus an Alle, die ich vergessen habe. Aber Ihr wisst ja: Blogger sind auch nur Menschen!
Mit diesem Posting möchte ich mich auf die Pressemitteilung beziehen, die mich vor ein paar Tagen von der Firma cocodibu aus München erreichte. Hierbei wurde ich in einem freundlichen personalisierten
Anschreiben auf Overblog.de hingewiesen. Vom Konzept her eine durchdachte Plattform, die Werbungtreibende und Blogbetreiber zu einem lukrativen Doppel zusammenführen möchte. Wobei mir in diesem Zusammenhang immer sofort Adical und Trigami in den Sinn kommen, die ja im Groben und Ganzen, das selbe Ziel verfolgen – die gewinnbringenden Vermarktung von Weblogs. Bei overblog.de handelt sich es um eine ursprünglich französische Blogger-Community, die seit Oktober 2007 mit einer internationalen Version jetzt auch in Deutschland präsent ist. Doch im Gegensatz zu Adical, die sich als Selbstblogger, den Verkauf von Werbeplätzen auf die Fahnen geschrieben haben, hat bei Overblog.de seit März der Online-Vermarkter ValueClick Media das Vermarkterruder in die Hand genommen.
Was steckt hinter Overblog.de Ich versuche mich hier in ein paar Zeilen kurz zu fassen. Die Werbeplattform ermöglicht Ihnen nunmehr Ihre Werbebotschaft in themenspezifische Blogs und Kanälen zu drücken. Blogger, die für Werbeschaltungen ihr grünes Licht geben, verdienen an den Vermarktungserlösen mit. Die Ausschüttung ist dabei auch für den Werbeträger interessant, er erhält vom Vermarkter einen prozentualen Anteil von mindestens 60 Prozent, abhängig von Sichtbarkeit und Format der genehmigten Werbung. In Frankreich habe sich dieses Werbekonzept bereits bewährt. Von 700.000 angeschlossenen Blogs werden knapp 10.000 durch den TV-Sender TF1 erfolgreich vermarktet. Somit wagt sich nach den beiden oben genannten Playern ein weiterer Mitspieler aufs steinige Feld der Blogvermarktung. Ich bin gespannt, ob sich Overblog.de in Deutschland behaupten kann und wieviel deutsche Blogs mit gutem Beispiel voran geben. Jedenfalls lohnt es sich für Sie als Werbetreibende schon einmal einen ersten Blick auf die Website zu werfen. Ich bin nämlich fest der Ansicht, dass dieses Format in Zukunft zur Standardwährung in deutschen Mediaagenturen werden wird. Was denken Sie? Ihr Sebastian Voss
Draußen schneits und windet, genau der richtige Zeitpunkt meinen nächsten nützlichen Blogbeitrag zu posten. Diese Woche veranstaltete ich zusammen mit meinem Partner Sebastian Wartenberg einenWorkshop zum Thema: "Marketing 2.0 – Chancen und Risiken für den Mittelstand". Hierbei nannten wir Instrumente des Web 2.0, die sich auch im B2B-Bereich hervorragend einsetzen lassen. Neben Flickr und Twitter kamen natürlich auch wieder der Klassiker Weblogs zur Sprache. In diesem Beitrag möchte ich einmal näher auf Formen und Einsatzmöglichkeiten des beliebten "Bürgermediums" eingehen.
Ceo-Blogs
Dieses Blogformat beansprucht die Geschäftsleitung für sich. Entweder kommunziert sie intern mit ihren Mitarbeitern oder auch extern, um Kunden, Lieferanten, Stake-Holdern, Interessenten und Medien ein Sprachrohr zu bieten. Entscheidet sich der CEO für die erste Variante, bloggt er über Standortbesuche, Neuigkeiten, Geschäftsentwicklungen, geplante Investitionen, Unternehmensleitbilder und neue Produkte. Wendet er sich dagegen an ein externes Publikum, kommentiert er meist aktuelle Schlagzeilen, gibt sein Statement zu Branchenentwicklungen oder beantwortet Kundenfragen. Der Vorteil: Der CEO tritt hier als "greifbare" Person hinter seiem Unternehmen hervor.
Knowledge-Blogs
Blogs sind natürlich auch sinnvoll als echte Alternative zu Wikis, die üblicherweise im Enterprise 2.0-Umfeld eingesetzt werden. Wobei sich der Mitabeiter bei Wikis erst einmal mit der jeweiligen Synthax auseinander setzen muss, kann er bei einem einfachen gestrickten Blogsystem gleich loslegen. So kann abteilungsspezifisch Wissen zusammgetragen und nach Schlagworten, den sogenannten Tags, kategorisiert werden und mittels der blogtypischen Kommentarfunktionen Diskussionen um meinen Eintrag ausgefochten werden. Als ausgesprochen nützlich haben sich auch die Vernetzungsmöglichkeiten bewiesen. Die Verlinkung auf Videos, E-Books, Dokumente und Studien im Web, tragen ebenfalls zur effizienten Arbeitskultur mit einem Knowledge-Blog bei.
Service-Blogs
Was noch vor kurzem die Service Hotline oder der FAQ-Chat war, ist heute der Service-Blog. Fragen und Antworten zu bestimmten Diensten oder Services laufen heute im Service-Blog des Herstellers zusammen. So tragen nicht nur die Support-Mitarbeiter zur Lösung des Problems bei, sondern auch andere Besucher der Plattform, die ihre Expertise mittels Kommentarfunktion einbringen können. Man spricht hier mehr oder minder vom customer integrated support. Eine Spin Off des Service Blogs ist der Moblog, gerade bei Produkten die schwer erklärungsbedürftig sind, kann der User visuelle Informationen in seine Problemschilderung mit einbeziehen, indem er Fotos per E-Mail oder MMS einsendet. Diese können mit samt Lösungsvorschlag nach Rubriken kategorisiert werden. Kunden mit ähnlichen Problem, steht somit eine beachtliche FAQ-Datenbank mit samt Lösungsvorschlägen zur Verfügung.
Employer-Blogs
Wo hingegen beim CEO-Blog der Chef das Sagen hat, geben geben beim Employer den bloggenden Ton an. Hier unterscheiden wir auch wieder zwischen in- oder externem Publikum. Bei erster Varianten handelt es sich wie oben schon beschrieben, um ein Instrument des Wissensmanagements. Bei Letzterem präsentieren sich die Mitarbeiter als Sprachohr des eher unnahbar scheinenden Unternehmens. Eine Form davon ist der Customer-Relationship-Blog.
Customer-Relationship-Blogs
Einer der meist verbreiteten Typen, ist der CRM-Blog. Mitarbeiter schreiben über das Unternehmen aus ihrer eigenen sichtweise, subjektiv und losgelöst, doch wohlwollend das Corporate Behaviour berücksichtigend. Die Autoren bloggen meist Beiträge über Produkte, Trends, Neuigkeiten und Nützliches. Selbstverständlich reagieren sie mit diesem Organ auch gegenüber Reklamationen und Wünschen, die den Kunden auf dem Herzen liegen. Hierzu möchte ich gern zwei Beispiele nennen, die mit bestem Beispiel voran gehen. Auf dem Frosta-Blog kommunizieren die Mitarbeiter gemäß ihrer Corporate Idendity ihre gesundheitsbewusse Firmenphilosphie nach außen. Mindestens genau so gut, macht es die Chefin Kirstin Walther auf ihrem Saftblog. Offene und ehrliche Kundenkommunikation sowie konstruktives Verbraucherfeedback, laufen hier unverkennbar zusammen.
Natürlich gibt es noch unzählige weitere Variationen, wie z.B. Kampagen-, Krisen-, Produkt-, Messeblogs et cetera. Doch oben finden Sie zur groben Orientierung zunächst einmal die wichtigsten Kategorien, um gezielt mit Ihrem Blog in die Blogosphäre zu starten. In diesem Sinnen wünsche ich ein frohes Osterfest und ein paar erholsame Feiertage! Ihr Sebastian Voss





