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Outsourcing

Social Media Outsourcing: Moralisch bedenklich oder ökonomisch sinnvoll?

Auf socialmediatoday.com bin ich kürzlich auf einen Artikel gestoßen, dessen Inhalt hierzulande immer wieder für hitzige Diskussionen sorgt: Kann outgesourctes Social Media überhaupt erfolgreich sein? Der Vorwurf: Interessenten möchten (logischerweise) mit den Markenvertretern direkt sprechen, nicht mit der vorgeschalteten Agentur. Der Einspruch ist zwar berechtigt, doch wie verhält es sich mit Unternehmen, die trotzdem im Social Web vertreten sein möchten, aber derzeit keine Kapazitäten frei machen können?

Gilt es gleich als verwerflich einen Agenturrepräsentanten mit dieser Tätigkeit nachhaltig zu beauftragen, der Social Media Kompetenz besitzt und deshalb durch sein eigenes Netzwerk für einen schnellen Aufbau der Marken-Fanbase sorgen kann? Dies ist jedoch keine Seltenheit bei großen Unternehmen und wird auch von Markenanhängern akzeptiert. So repräsentierte Madlen Nicolaus als Ketchum-Mitarbeiterin und Corporate Evangelist Kodak rund 3 Jahre in Deutschland, bevor sie gänzlich die Seiten wechselte.


Nach Social Media Marketing Beraterin Jennifer Wong, liegt der Schlüssel einer erfolgreichen Outsourcing-Strategie in einer stimmigen Partnerschaft zwischen dem Unternehmen und der beauftragten Agentur. Wong´s Do´s und Dont´s beim Social Media Outsourcing kurz zusammengefasst und von mir ergänzt:

1. Versand von vorproduzierten und relevante Inhalte outsorcen.

Dies stellt eine kontinuierliche Belieferung mit qualitativem Content sicher. Die Botschaften können persönlich angehaucht und sollten zielgruppengerecht aufbereitet sein. Wichtig dabei ist, dass die Agentur im Fachgebiet eingearbeitet ist und nicht durch ausufernde Abstimmungsprozesse innerhalb der Unternehmenshyrarchie ausgebremst wird.

2. Das Auffinden von Friends und Followern outsourcen.

Ist das Zielgruppenprofil klar und deutlich umrissen, können Agenturmitarbeiter sich auf die Suche machen und mit dem Community-Aufbau beginnen. Von Vorteil ist es i.d.R., wenn diese bereits über ein großes, eigenes Netzwerk verfügen, in dem sie sich bestenfalls schon einen Influencer-Status erarbeitet haben.

3. Social Media Kanäle professionell gestalten lassen.

Nichts ist monotoner als standardisierte Facebook-, Twitter- und YouTube-Seiten. Diese sollten ans Corporate Design angepasst werden und im Falle von Facebook z.B. durch Anwendungen oder angepasste Reiter mit exklusiven Infos zusätzlichen Nutzen stiften.

4. Listen im Twitter-Profil selbst aufsetzen.

So viel Zeit muss sein. Die Kategorisierung der wichtigsten Influencer in Twitter-Listen, sollte der Social Media Verantwortliche am besten im stillen Kämmerlein selbst vornehmen. Denn wem man zuhören und mit wem man schließlich in Dialog treten möchte, ist eine äußerst private Angelegenheit, oder nicht?

5. Engagement zeigen und persönlich reagieren.

Es ist schon entspannend, wenn Vieles im Autopilot-Modus läuft. Dennoch sollte man sich täglich 10 Minuten Zeit nehmen (5 Minuten morgens, 5 Minuten abends) um auf Twitter, Facebook & Co. Konversationen anzustoßen, interessante Meldungen zu retweeten oder auf Feedback zu reagieren. Das richtige Gleichgewicht ist dabei entscheidend, um weiterhin von der Community ernst genommen und als vollwertiges Mitglied akzeptiert zu werden.

Was meint Ihr: Sollen sich Unternehmen komplett allein um Ihre Kanäle kümmern oder grenzt dies an unterlassener Hilfeleistung, wenn Agenturen ihnen nicht partiell unter die Arme greifen?

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