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Plattformen
Wie schafft man eine Anlaufstelle für Kunden im Netz, die Probleme, Feedback, Verbesserungsvorschläge anbringen möchten? Facebook, Twitter und Google+ – alles Social Media Kanäle mit denen sich dieses Ziel professionell realisieren lässt. Doch leider haben diese Plattformen auch eine Kehrseite: Ihre Repräsentanz ist dort lediglich gemietet und ihren ständigen Änderungs-Offensiven unterworfen. Deshalb wollen wir uns in einer kleinen Beitragsreihe mit dem Thema “Customer Support Communities” befassen, eigene Plattformen auf dem Unternehmen ihren Kundenservice “direkt” am Kunden ausspielen können. Natürlich benötigt der Aufbau und der Betrieb einer solchen Plattform Planung, Strategie und abteilungsübergreifende Projektkoordination. Jedoch gibt es bereits einige Beispiele von Unternehmen, die einen guten Ansatz verfolgen und die unserer Auffassung nach einen guten Job erledigen. Mit einigen von ihnen möchten wir uns näher über ihre Plattformen unterhalten. Den Anfang macht die “Feedback-Community” von telekom hilft. Wir sprachen dazu mit Andreas Bock, Verantwortlich für die Social Media Steuerung bei der Deutschen Telekom.
Die Social Media Aktivitäten von “telekom-hilft” sind ein Vorzeigebeispiel in Sachen Kundenservice im Social Web. Was sprach für den Start einer separaten “feedback-community”?
Kundenservice im Social Web ist im Verhältnis zu etablierten Kanälen wie dem telefonischen Support rein mengenmäßig noch ein kleines Pflänzchen. Daher haben wir erste Erfahrungen gesammelt, um dann zu planen, wie sich der Service im Social Web effizient skalieren lässt. Es ist nicht wirtschaftlich, für jede Plattform und jeden Account da draußen eine Fülle von isolierten Kontaktpunkten mit nebeneinanderher arbeitenden Service-Teams aufzustellen, die dann völlig redundant Fragen beantworten. Die Service-Kommunikation sinnvoll und wirtschaftlich zu bündeln, das erkunden wir mit der Feedback-Community. Außerdem machen wir uns mit einer eigenen Plattform unabhängiger von den Social Networks und Plattformen anderer.
Social Media Kanäle zu pflegen kostet gewöhnlich Zeit, Personal und Expertise. Wie wird diese neue Anlaufstelle in Ihre bisherigen Social Media Kanäle integriert und wer betreut diese?
Die vorhandenen Teams im Kundenservice für Social Media werden vergrößert. Aber dies sind alles Kundenberater, im Kompetenz-Center Kiel, die bereits nahtlos in die Kundenservice-Organisation der Telekom integriert sind. Gleichzeitig organisieren wir die Service-Kommunikation auf Facebook effizienter durch die Feedback-Community. Die Feedback-Community ist nicht nur frei im Web unter feedback.telekom-hilft.de erreichbar, sondern auch als Applikation in den Facebook-Seiten von Marketing und Unternehmenskommunikation der Telekom. Dadurch sollen Service-Anliegen auf jedem Facebook-Account der Telekom schneller in die Feedback-Community gelangen und dadurch die Community-Manager aus anderen Unternehmensbereichen entlastet werden.
Wie werden die Probleme und Anregungen Ihrer Nutzer intern verarbeitet? Wie sieht der Kommunikationsfluss zwischen Kunde und Anbieter aus? Werden dabei auch klassische Kommunikationswege (Brief, Telefon etc.) mit einbezogen?
Wir haben eine hohe Lösungsquote durch die gut qualifizierten Kundenberater. Sollte es aus Datenschutzgründen erforderlich sein, wird die Service-Kommunikation nicht mehr öffentlich, sondern per E-Mail oder Telefon fortgeführt. Ansonsten sind alle anderen internen Mittel und Wege exakt dieselben, wie in der Kommunikation über andere Service-Kanäle. Hinsichtlich der Anregungen und des Feedbacks so sind wir gerade dabei die vorhandenen Analyse- und Berichtswege anzupassen. So gibt es für die etablierten Service-Foren der Telekom bereits quantitative und qualitative Auswertungen als wertvolles Feedback für die Kollegen vom Produkt- und Innovationsmanagement. Diese Instrumente zur Verarbeitung der “Voice of the Customer” übernehmen wir und werden sehen, wie wir sie weiter ausbauen können. Denn letztlich ist das Ziel nicht nur eine Erweiterung des Marktforschungs- und Produktentwicklungs-Reportings, sondern der Dialog zwischen den vernetzten Kunden und den vernetzten Mitarbeitern als Grundlage für Produktentwicklung und Innovation.
Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Ihrer Nutzerschaft gemacht? Verhalten sich diese anders als auf Ihren übrigen Social Media Kanälen?
Wir sind gerade erst gestartet. Wir freuen uns vor allem über die konstruktiven Beiträge und den Zuspruch aus der entstehenden Gemeinschaft. Erste Lessons Learned liegen auch schon vor. Aber wir werden mindestens ein Jahr brauchen, um zu wissen, ob die Feedback-Community so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Jedes Community-Konzept funktioniert nur so gut, wie es sich aufgrund des Feedbacks von Kunden und Nutzern konzeptionell verändert. Aber das Potenzial der kollaborativen Zusammenarbeit von vernetzten Kunden und vernetzten Mitarbeitern ist deutlich erkennbar. Wir lernen gerade durch die eigene Plattform sehr schnell und intensiv, dass Community Management eine anspruchsvolle und zukünftige Basisqualifikation auch im Service-Dialog wird. Außerdem müssen wir die Service-Kommunikation in der Community noch effizienter gestalten, um den Nutzwert für die Kunden zu optimieren und gleichzeitig den Nutzen für die Community und das Unternehmen zu steigern.
Sie haben sich im Social Web vordergründig dem Bereich “Customer Care” gewidmet. Was waren Ihre bisher größten Herausforderungen?
Mut zur Lücke und gesunder Menschenverstand sind im ersten Schritt wichtiger als Business Cases und KPI. Man kann auf unbekanntem Terrain nicht alles planen und vorhersehen, sondern man muss noch eine ganze Weile innovativ und experimentierfreudig sein wollen, um die Company auf neuen Wegen voranzubringen. Es kann keine Fünf- oder Drei-Jahres-Pläne samt Forecast geben, die nicht nach einem halben Jahr überholt sind, da wir nach wie vor ständig Erfahrungen in Bezug auf alle Unternehmensprozesse sammeln. Um erst mal im Beziehungsaufbau mit den Kunden voranzukommen, hilft das Credo meines Kollegen Oliver Nissen, dem Standortleiter des Kompetenz-Centers Kiel, wo die Social-Media-Teams arbeiten: “Gegen jeden Prozess, der zwischen Kunde und dessen Begeisterung steht.”
Wie wird sich der Kundenservice in den nächsten Jahren durch Social Media verändern?
Digital Natives und Digital Immigrants werden durch ihr geändertes Mediennutzungsverhalten das Thema Kundenservice im Social Web noch schneller präsenter machen und letztlich wird sich der Community-Support als Standard in allen Branchen und Unternehmensgrößen etablieren. Zugleich müssen Wege gefunden werden, wie ein Ökosystem aus Social Web, Customer Selfservice und individueller Service-Kommunikation, die effizienter gesteuert werden können. Außerdem werden neue Rollen und Qualifikationen erforderlich, da sich das Berufsbild von Kundenberatern stark verändern wird. Und wir sehen Anzeichen, dass sich die veränderte Kommunikationskultur langsam auch auf die etablierten Service-Kanäle wie Telefon und E-Mail auswirkt. Offenheit und Transparenz sind Trends, die nicht nur für Social Media gelten.
Welche Tipps geben Sie anderen Unternehmen, die Ihren Kundenservice durch Social Media Aktivitäten erweitern möchten?
Es tut nicht weh und es ist gar nicht so schwer: Fangen Sie an mit Zuhören und Monitoring. Dann entwickeln Sie eine Strategie und einen Plan zur Vorgehensweise. Anschließend starten Sie erst mal klein und bauen erste Kundenkontaktpunkte in sozialen Netzwerken auf, um diese dann Schritt für Schritt in Ihren bestehenden Kundenservice zu integrieren. Dabei müssen Sie als Unternehmen ständig lernen und üben, üben, üben..
Wir bedanken uns für das Interview bei Andreas Bock und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg.
Bildquelle: Deutsche Telekom
Marketingberater 2.0 ist der Wissensblog der Agentur synergie-effekt.net. Mehr von uns gibt´s auch in unserem synergie-letter mit den Social Media Highlights des Monats.
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Schnäppchenmarktplätze wie Groupon zielen darauf ab besonders viele Käufe für ein Produkt zu generieren, so dass es zu einem besonders ansprechender Preis angeboten werden kann. Der omnipräsente Anbieter Groupon ist mittlerweile so erfolgreich, dass er inzwischen auch für Google interessant geworden ist. Einen etwas anderen Pfad beschreitet die Augsburger Online-Plattform “Biodeals.de“, die sich hier mit ihrem Biosortiment eine eigene Marktnische schaffen will. Ich sprach mit CEO Gero Gode über Motive, Sinn und ehrgeizige Ziele.
Wie sind Sie auf „biodeals.de“ gekommen und wer steckt dahinter?
Die Idee zu Biodeals.de entstand durch Gespräche mit in den Markt involvieren Freunden, die feststellten, dass die Struktur in der Branche teilweise noch sehr instabil ist. Folglich können sich weder Händler noch Konsumenten auf einem transparenten Markt bewegen. Biodeals.de versteht sich daher als Brücke zwischen den beiden Seiten. Die Idee entstand also aus dem zwingenden Bedarf nach einem wirklich großen und freien Marktplatz für Bio. Das Unternehmen habe ich vorerst alleine gegründet und später einen CIO und einen CSO ins Boot geholt. Ohne die mittlerweile neun Mitarbeiter wären wir nicht so schnell, wie wir es heute sind. Wir denken, dass wir in wenigen Monaten größter Bio- bzw. Öko-Marktplatz in Deutschland sein werden.
Was erwartet den User bei „biodeals.de“?
Biodeals.de schafft allen Usern ein wechselndes Angebot an Bio-, Fairtrade und Energiesparprodukten mit einem Preisnachlass und stets kostenlosem Versand. Dieses Thema wird sich in den nächsten Wochen ausdehnen: Wir ergänzen den größten Bio- und Öko-Marktplatz im deutschen Internet und das wahrscheinlich größte Bio-Magazin. Der User kann davon ausgehen, dass wir nicht nur mehrere Tausend Produkte darstellen, sondern auch die aktuell besten Angebote präsentieren.
Wie funktioniert Ihr Prinzip?
Momentan ist ein Angebot ca. 24 bis 48 Stunden online, oder so lange wie der Vorrat reicht. Wir bieten je nach Produkt momentan 10 bis 50 Stück an. Den Versand übernimmt stets ein Kooperationspartner, den wir während des Deals exklusiv auf unserer Startseite präsentieren. Als kleinen Bonus belohnen wir alle Käufer, wenn mehrere Menschen auf den Like-Button klicken. bei jeden Klick senken wir den Preis.
Welche Vorteile bieten Sie Ihren Usern?
Bei dem aktuellen Angebot sparen unsere User bei jedem Deal zwischen 5 bis 15 Euro. Somit hat jeder die Chance hochwertige und gesunde Produkte zu einem guten Einstiegspreis zu erwerben. Wir erleichtern den Einstieg in den immer mehr aufkommenden Lohas-Lifestyle.
Mit dem Marktplatz spart sich jeder User enorm viel Zeit bei der Auswahl des besten und günstigsten Produktes aus bestimmten Kategorien. Wir präsentieren Tausende Waren und stellen mögliche Sparpreise in den Vordergrund.
Wer ist Ihre Zielgruppe und wie reagiert Sie auf „Biodeals“?
Biodeals wird zu 60% von Frauen genutzt, die zumeist über 25 Jahre alt sind und eine gehobene Ausbildung haben. Wir treffen sehr genau die Zielgruppe der gesundheits- und umweltbewussten Menschen in unserem Land, die gerne neue Erfahrungen machen und hochwertige Produkte lieben. Diese Zielgruppe hat in Deutschland etwa ein Volumen von 5 Mio. Menschen, um die wir uns mit größter Sorgfalt bemühen.
Welche flankierende Social Media Maßnahmen nutzen Sie? (Twitter, Facebook, Youtube)
Facebook ist das absolute Zugpferd in unserer Social Media-Strategie, wobei auch Twitter mittlerweile im Kommen ist. Facebook ist unser Support-Tool #1 und gleichzeitig die größte Quelle für Käufer auf unserer Plattform. Schon vor dem Start von Biodeals.de hatten wir ca. 1.000 Fans in unsere Gruppe. Heute – zwei Wochen später – sind es nun fast 1.500 Fans. Wir legen weiterhin viel Wert auf Social Media Marketing und denken darüber nach, einen weiteren Kollegen für diesen Bereich einzustellen.
Wie wird sich Groupbuying in der nächsten Jahren entwickeln? Wo geht die Reise hin?
So leid es mir tut. Ich habe den Markt und dessen Grenzen vor allem im Sales-Bereich erlebt. Die beiden größten Player am Markt werden es schaffen erfolgreich zu sein, nur die Positionierung wird sich ändern. Während ein Unternehmen alle Deal mit nimmt, bei denen es um Masse geht, wird das andere eher kleinere Brötchen backen. Weitere Anbieter haben eine Daseinsberechtigung, werden jedoch nicht auf dieses Niveau kommen. Das reine Groupbuying wird so nicht stark weiter entwickelt werden. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch dich Chance haben möchte, individuell zu Shoppen, und wir nur einen Zusatznutzen durch den Einbezug von Freunden geben sollten. Nicht umsonst haben die beiden großen Anbieter gar keine echte Mindestgrenze, die erreicht werden muss! Wir von Biodeals.de sind froh einen komplett eigenständigen Markt aufzubauen und nicht ein Teil des überlaufenen Dienstleistungsbereichs zu sein.
Continue Reading »Ich habe versprochen, dass ich Euch hinsichtlich unseres neuen Projekt Social Media Karriere auf dem Laufenden halte. Gestern war es denn endlich soweit. Alex und ich gaben sozusagen unser Kick-Off-Interview zu unseren Gemeinschaftsprojekt zwischen Sebastian Wartenberg, Nicole Clasani-Briskot, Alexander Wunschel und meiner Wenigkeit, bei dem wir stellensuchende Social Media Experten und auschreibende Unternehmen zusammenführen möchten.
Eine kleinen Überblick über unseren Statusquo, was wir konkret anbieten und wie Bewerber und Unternehmen gleichermaßen profitieren können, erfahrt Ihr in dem 5-minütigen Podcast-Interview.
Ihr habt Fragen oder möchtet Euer Feedback loswerden? Am besten per E-Mail an mail@socialmediakarriere.de
Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Restwoche und bis bald!
Euer Sebastian
Continue Reading »Hallo Ihr Lieben, lange nicht´s mehr voneinander gehört! Aufgrund häufender Projekte (Sommerurlaub passé) und familiäre Verpflichtungen wurde es ein wenig ruhig auf dem Marketingberater 2.0 Blog. Ein Projekt, dass wir vor kurzem angeschoben haben, möchte ich Euch in der Kürze der Würze vorstellen, um Eure Feedreader ein bisschen zu füllen.
Immer wieder erleben wir es aufs Neue, dass uns unsere Kunden fragen: Wer soll diese zeitaufwändige Social Media Tätigkeiten ausführen. Ein Praktikant hat nicht das Fachwissen, unser Marketingmensch lebt noch im goldenen Zeitalter der Newsletter und der Werbebanner und unsere PR-Dame unterhält sich lieber mit Journalisten als mit Bloggern. Ein Social Media Manager muss her! Auch in Blogs, auf Twitter und an anderen Orten munkelt es über den Bedarf an gut vernetzten, webaffinen Menschen, die diese Position in unseren Unternehmen bekleiden sollen. Ein Gespräch mit Nicole Clasani-Briskot, einer Kollegin aus dem Düsseldorfer Raum, die aktuell für ein nahmhaftes Unternehmen einen geeigneten Bewerber im Social Media Umfeld sucht, war für meinen Partner Sebastian Wartenberg und mich das Zünglein an der Waage, um aus dieser Idee ein Gemeinschaftsprojekt zu machen. Noch mehr Würze bekam die Initiative letztlich durch den Beitritt von Podcast-König Alexander Wunschel.
Mission
- Wir unterstützen unsere Kunden bei der Suche nach einer kompetenten Social Media Fachkraft oder eines -Managers, mithilfe unserer Netzwerke, unserer Datenbank und unserem Social Media Know-how.
- Wir selektieren geeignete Bewerber und führen auf Wunsch Vorab-Vorstellungsgespräche durch.
- Wir leisten auf Wunsch fachlichen Beistand und tragen somit zu einer Verkürzung des Recruiting-Vorgangs bei.
Testballon
Begonnen haben wir relativ bescheiden. Eine Facebookseite und eine Twitterkanal, auf denen wir Tipps zu den unterschiedlichen Berufsbilder geben und aktuelle Jobangebote platzieren. Flankierend dazu haben wir eine Xing-Gruppe ins Leben gerufen, auf der wir die Diskussion anfeuern möchten. Am Donnerstag letzter Woche war es dann endlich soweit. Unser SMK Blog erblickte das Licht der Blogosphäre. Dieser stellt zukünftig unsere Hauptkommandozentrale dar. Auf ihm sollen alle Jobangebote gesammelt und interessierte Bewerber für das Thema “Karriere im Social Web” sensibilisiert werden. Eine Interviewreihe mit Social Media Managern aus mittleren und großen deutschen Unternehmen, die über ihre Erfahrungen berichten, ist in Arbeit. Wir sind jedenfalls gespannt, ob sich aus der Raupe ein Schmetterling entwickelt!
Feedback
Das schnelle Wachstum der Facebookseite und die Likes und Kommentare deuteten ein durchweg positives Klima an. Auch Social Media Verantwortliche aus Dax 30 und mittleren Unternehmen, mit denen wir in Kontakt stehen, sahen unsere Initiative als “einen Schritt in die richtige Richtung“. Wenn das kein Rückenwind ist!
Wie sich das Projekt “Social Media Karriere” weiterentwickelt wird die Zeit zeigen. Was grundsätzlich feststeht: der Bedarf an qualifizierten Social Media Fachkräften wird kontinuierlich wachsen, weil sich das Kommunikationsverhältnis zwischen Mensch und Marke komplett verschoben hat. Wir sind der Ansicht, dass wir mit unserem Ansatzpunkt einen großen Teil dazu beitragen können, damit jobsuchende Social-Media-Experten und Unternehmen mit Personalbedarf zusammenfinden.
Wie bewertet Ihr unseren Vorstoß und die Marktsituation allgemein?
Continue Reading » Heute möchte ich Euch gern ein Portal vorstellen, das zurzeit meine besondere Aufmerksamkeit genießt – nämlich das unseres schweizer Auftraggebers "jobzippers"! Peter Vogel (Foto), der Gründer und Geschäftsführer, erklärt im folgenden Interview, was den Mehrwert seiner Plattform ausmacht und weshalb Hochschulabsolventen, Universitäten und Unternehmen diese als digitale Begegnungsstätte unbedingt nutzen sollten.Wie sind
Sie auf „jobzippers.com“ gekommen und wer steckt dahinter?
Der Name „Jobzippers“ soll die
Reissverschlussähnlichen Prozesse der Verknüpfung von Studierenden und
Absolventen, Hochschulen sowie der Unternehmen zum Ausdruck bringen. Die Idee die Plattform zu gründen ist im November 2007 entstanden. Basierend auf einem amerikanischen Konzept entstand die Vision ein zentrales Schweizer und
Europäisches Career Center Netzwerk aufzubauen um Studierende und Absolventen
bei ihrem individuellen Karriereweg zu begleiten und unterstützen sowie ihnen
das richtige Tool zur Seite zu stellen. Im Frühjahr 2009 wurde die Jobzippers
Ltd mit Sitz in Zürich gegründet, die zum heutigen Zeitpunkt 10 Mitarbeiter
zählt.
Was
erwartet den Nutzer bei „jobzippers.com“?
Das Portal hat drei verschiedene
Kundengruppen: Studierende und Absolventen, Hochschulen sowie Unternehmen.
Deshalb müssen wir „Nutzer“ auch etwas differenzierter betrachten: Studierende und Absolventen finden bei
Jobzippers nicht nur eine Plattform mit attraktiven Stellenangeboten und
Karriereevents, sondern auch eine langfristige und umfassende Unterstützung im
individuellen Karriereweg. Den Unternehmen bieten wir eine übersichtliche
Rekrutierungsplattform mit der sie einfach, schnell und zentralisiert ihre
Suche nach geeigneten Studierenden bzw. Absolventen frühzeitig planen und
organisieren können. Hochschulen können neben der technologischen
Integration und somit der Verknüpfung im externen Netzwerk ebenfalls ein
internes Netzwerk aufbauen, um zentralisiert alle karriererelevanten Themen
anzubieten.
Welche
Vorteile bieten Sie Ihren Nutzern?
Es
gibt unzählige Karriere- und Jobseiten im Internet auf denen man als Student
oder Absolvent nach Praktika, Einstiegspositionen oder Tipps zum Verfassen von
Lebenslauf und Bewerbungsmappe suchen kann. Bei uns sind selbstverständlich auch diese Funktionen für Kandidaten
vorhanden, aber es geht deutlich mehr und eben diese
Ausweitung von Dienstleistungen und dem grundlegenden Netzwerkeffekt hebt sich
Jobzippers von der Konkurrenz ab. Als Student oder Absolvent bekommt man durch uns bereits in den ersten Monaten des Studiums die passende
Unterstützung durch Mentoren und hochschulinterneTeilzeitjobs. Die
Unterstützung zieht sich in Form von Praktika und Studienarbeiten, Karriere
Events, Mentoring, Online Bewerbungsassistenz, virtuelle Karrieremessen,
Stipendien, Austauschprogramme, Tipps zur Karriere, sowohl innerhalb der
Hochschule als auch in der Industrie, durch das gesamte Studium hindurch bis
zum Abschluss. Als Absolvent kann man bei Jobzippers sowohl den perfekten
Karrierestart planen und sich im Anschluss direkt als Mentor wiederum um die
nachrückende Generation kümmern. Durch
die direkte Partnerschaft mit Hochschulen sowie Karrieremessen und dem damit
verbundenen Aufbau eines Career Center Netzwerkes bieten wir unseren Partner den
Vorteil über eine Plattform alle Rekrutierungsaktivitäten planen und ausführen
zu können.
Wie
funktioniert die Vermittung? (Absolvent – Unternehmen – Universität)
Die
Vermittlung von Kandidaten kann auf verschiedene Arten erfolgen:
- Unternehmen können in der CV Datenbank aktiv nach den passenden
Kandidaten recherchieren. Dabei unterstützt sie eine intelligente Suche um noch
treffsicherer die passenden Kandidaten herauszufiltern.
- Kandidaten können aktiv nach passenden Studienarbeiten, Praktika, Teilzeit-
oder Vollzeitstellen sowie PhD Positionen (innerhalb der Hochschulen sowie in
Unternehmen) suchen und sich direkt mit einer virtuellen Bewerbungsmappe
bewerben.
- Eine Vermittlung kann auch im Rahmen einer der organisierten
Karrieremessen stattfinden.
- Das Mentoring System bringt Studenten und Alumnis zusammen. Aufgrund
einer langjährigen Betreuung entstehen meistens die besten
Karrieremöglichkeiten.
- Unser Stipendiensystem Stipendia.com verknüpft High Potentials mit
Unternehmen die als Sponsoren von Stipendien und Preisen auftreten.
- Zahlreiche weitere Möglichkeiten…
Mit
welchen Features werden Absolventenbörsen in Zukunft aufwarten – wo geht die
Reise hin?Es gibt viele Trends die den Recruiting Markt
in den kommenden Jahren verändern werden.
- In den vergangenen Jahren hat sich bereits der Trend hin zum Social
Recruiting (Recruiting in Sozialen Netzwerken) abgezeichnet. Soziale Netzwerke dienen heutzutage den HR
Abteilungen auch als eine reichhaltige Informationsquelle in der sie nach
persönlichen Details des Kandidaten suchen können. Gemäss einer Studie von
Stepstone durchsuchen rund 28% der Unternehmen bei der Auswahl von Bewerbern
gezielt das Internet und soziale Netzwerke nach Informationen. Aufgrund dessen
verzichten 21,9% der Kandidaten aus Karrieregründen komplett auf eine
Mitgliedschaft in online Netzwerken. Weitere 35.7% achten penibel darauf, nicht
zu viele Informationen in diesen Netzwerken von sich preiszugeben.
- Parallel dazu gibt es Trends hin zum Mobile Recruiting.
- Im Bezug auf Karrieremessen wird ein Trend in Richtung Web 2.0 deutlich.
Klar
ist, dass der Fachkräftemangel, der selbst während der Krise vorhanden ist,
nach der Krise erst so richtig beginnen wird, weswegen sich die Unternehmen
allerhand einfallen lassen müssen um die Führungskräfte von Morgen für sich
gewinnen zu können.
Welche
Kommunikationsmittel setzen Sie primär ein?
Neben
den direkten Kommunikationsmitteln gegenüber Unternehmen und Hochschulen sowie
den Offline Marketing Massnahmen gegenüber Studierenden/Absolventen, planen wir
einen Schwerpunkt auf SEO sowie Werbung in Suchmaschinen zu setzen. Im Moment
sind wir daran einen Social Media Newsroom aufzubauen, der unsere Seite dann
mit einem Blog, der Vernetzung zu allen relevanten Sozialen Netzwerken (u.a.
Facebook, Twitter, XING, MySpace) sowie anderer Websites ermöglicht. Parallel
dazu bauen wir direkte Partnerschaften mit Hochschulen auf um das Marketing vor
Ort zu forcieren.
Lang hat´s gedauert doch gestern Abend haben wir´s doch endlich hinter uns gebracht. Der schon vor längerer Zeit angekündigte Podcast mit Stefan Keuchel, dem Pressesprecher von Google Deutschland, über den neuen Echtzeitkommunikationsdienst Google Wave ist endlich im Kasten. In knapp 17 Minuten geht´s ohne Rücksicht auf Verluste um Idee, Fakten und Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere für Kleine und mittlere Unternehmen. Last but not least, habe ich Stefan auch mit den Fragen konfrontiert, die mir einige von Euch in mein Google Sheet gepostet haben. An der Stelle nochmal recht herzlichen Dank für Eure Mitarbeit! Für diejenigen, die Google Wave noch nicht kennen oder nutzen und jetzt Appetit auf den Dienst bekommen haben, hat uns Stefan ein besonderes Bon Bon mitgebracht. Die ersten 5 Kommentatoren auf diesen Blogbeitrag erhalten jeweils einen Google-Wave-Invite. Sendet dazu einfach Eure Google-Mail mit dem Betreff "Ich will waven" an: feedback(at)marketingberater20.de. Also, ran an die Tasten. Wer zuerst kommt, wavt zuerst!
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Habt Ihr Euch schon einmal die Frage gestellt was passiert, wenn Ihr stirbt. Eure Hinterbliebenen werden sich höchstwahrscheinlich um Euren physischen Nachlass kümmern. Hund, Katze, Auto, Haus und Eure Lieblingskakteen werden gerecht verteilt, falls Ihr das ganze in einem Testament geregelt habt. Aber was ist mit den Gebeinen Euer digitalen Identität? Hier liegen möglicherweise wichtige Daten, Fotos, Videos, Dokumente und E-Mail-Accounts brach, die im Falle Eures Ablebens für Eure Hinterlassenen nur noch schwer nachzuvollverziehen sind. Denn die Login-Kennwörter habt Ihr sprichtwörtlich mit ins Grab genommen. Diese digitale Vorsorge möchte Peter Morcinek und Marco Hamburger mit Euch auf der Plattform Idivus treffen. Da ich das Thema selbst recht spannend finde, habe ich in einem Interview nachgefragt, was sich hinter diesem ungewöhnlichen Web 2.0-Businessmodell verbirgt.
1. Über Mitgründer Marco HamburgerAls Internetnutzer seit den Anfangstagen des
Web bin ich begeistert von den Möglichkeiten und den vielen Ideen, die
dieses Medium hat entstehen lassen. Gerade die StartUp-Szene hier in
Berlin hat eine Menge Potential um unseren Nutzer bei idivus durch
Kooperationen auch schnell weitere Funktionen zu bieten. Ansonsten noch
einige Keyfacts zu mir: 34 Jahre, ursprünglich aus Köln, seit 5 Jahren
in Berlin, seit 2001 aktiv in der Start-Up Szene in Köln und Berlin.2. Wie seid Ihr auf „idivus“ gekommen?
Wir
sind Ostern 2009 auf die folgende Frage gestossen: Was geschieht
eigentlich mit Hinterlassenschaften, meinen Profilen, Bildern und
Freunden im Web, wenn mir mal etwas zustößt? Wir hatten schon einige
Fälle im Bekanntenkreis, wo der digitale Nachlass nicht geklärt war und
wo die Angehörigen dann im Chaos zurück geblieben sind. Denn in diesem
Fall wussten die meisten Angehörigen nicht, wo die Person so alles
angemeldet war, hatten aus rechtlichen Gründen grosse Probleme auf
diese Daten- und Profile Zugriff zu nehmen und kannten oft nur einen
Bruchteil der Freunde + Bekannten des Verstorbenen.
3.Welches Konzept steckt hinter „idivus”?
Bei
idivus.com kannst Du alle Deine relevanten Logins bei Communities (
z.B. Facebook, Xing, Wer-kennt-wen), Messenger (z.B. MSN, Skype),
Email-Accounts (z.B. Web.de, Hotmail) und Deine Kontakte sichern. Du
kannst Personen aus Familie und Freundeskreis festlegen, die im Fall
der Fälle Zugriff auf diese Daten bekommen sollen, und Ihnen schreiben,
was Dir auf dem Herzen liegt.
4. Welche Vorteile bietet Ihr Euren Nutzern?
idivus hat zum aktuellen Zeitpunkt folgende drei Vorteile für Nutzer:
I.) Daten sichern:Zuerst
sichert der User alle wichtigen Login-Daten (von Communities,
Messenger-Diensten, Shops, Fotogalerien, Videoportalen usw.) sowie alle
wichtigen Kontaktdaten von Familie und Freunden. Damit ist idivus dem
User auch ohne eigenes Ableben von großem Nutzen. Denn hier hat dieser
immer und von überall Zugriff auf seine wichtigsten Daten.
II.) digitalen Nachlass weitergeben:
Für
den Fall, dass dem User jemals etwas passiert, kann er über idivus
einer oder mehreren Personen seines Vertrauens seinen digitalen
Nachlass weitergeben. Er stell damit rechtzeitig sicher, was mit seinen
Profilen, Blogs, Fotos, Videos usw. geschehen soll, falls er es später
nicht mehr selbst bestimmen kann. Das geschieht alles auf einfach und
umkompliziert.
III.) Familie und Freunde verbinden:Mit
idivus gibt der User seinen Vertrauenspersonen die Möglichkeit, mit den
übrigen Freunden und Bekannten in Verbindung zu treten, um diese zu
informieren. Gerade wenn viele unterschiedliche Freundes- und
Bekanntenkreise existieren, die sich untereinander nicht kennen, ist
dies eine wertvolle Hilfe für die Familie.
5. Welche Sicherheitsvorkehrungen habt Ihr bei den sensiblen Nutzerdaten getroffen?
idivus nutzt neueste Sicherheitstechniken und hat 3 Sicherheitsstufen:
I.)
Während Du auf idivus unterwegs bist, wird die Verbindung durch eine
SSL-Verbindung gesichert. Das hast Du sicherlich schon einmal beim
Online-Banking gesehen. Die Webadresse fängt mit “https://…” an.
II.)
Ausserdem sind alle Daten in Deinem Profil komplett verschlüsselt. Den
Schlüssel, um diese Daten zu ver- und entschlüsseln, hast nur Du. Daher
legst Du bei Deinem ersten Login auch selber diesen Schlüssel fest.
Bitte verwahre diesen Schlüssel sicher. Ohne ihn ist der Zugriff auf
Deine Daten nicht mehr möglich.
III.) Dein Login ist ebenfalls mit einem sicherheitsrelevanten Passwort gesichert.
6. Ist Euer Angebot auch interessant für Unternehmen? Wenn ja, weshalb!
idivus ist aus zweierlei Blickwinkeln sehr interessant für Unternehmen:I.) für Online-Dienste
Aktuell
haben ein Grossteil der Dienste im Web keinerlei offizielle Regelung
für den Umgang mit Todesfällen unter den eigenen Nutzern. Wir haben
viele deutsche Dienste dazu befragt (hier findet Ihr das Interview: https://www.idivus.com/content/interviews-mit-web-20-diensten).
Für Betreiber eines Online-Dienstes bietet sich nun die Möglichkeit
idivus in die eigene Dienstleistungskette einzugliedern, so dass die
Nutzer ihren digitalen Nachlass bei uns regeln. Der Dienst partizipiert
dann natürlich an den Gebühren und bereinigt die eigenen Nutzerdaten,
denn diese enthalten heute oft eine hohe Ungenauigkeit im Bezug auf
nicht mehr genutzte Profile.
II.) als Corporate-Lösung
Wenn
“private” Angehörige, wie oben beschrieben, oft im Chaos zurück
bleiben, so betrifft das Arbeitgeber + Geschäftspartner natürlich umso
mehr. Denn diese stehen im Todesfall eines Mitarbeiters/ Geschäftspartners oft vor den gleichen Problemen, da Accounts zu diversen Diensten nicht
öffentlich gesichert wurden, Dateien, Emails, etc. nicht gesichert
wurden und aus datenschutzrechtlichen Gründen teilweise kein Zugriff
auf Mitarbeiterdaten möglich sind.
7. Mit welchen Features können Eure Nutzer in Zukunft rechnen?
Uns
geht es im ersten Schritt darum, über das Thema aufzuklären und
Internetnutzer dafür zu sensibilisieren. Wir haben vor unserem Start
viele Nutzer bei Facebook befragt, ob Sie denn wissen, was mit ihren
Profilen und Kontakten im Web im Fall der Fälle passiert und wie dann
Familie und Freunde im Notfall an diese Daten kommen. Obwohl einige
bereits solche Problem-Fälle im Freundeskreis hatten, hatte niemand
eine praktikable Lösung parat. Wir werden daher ab Mitte Oktober
Fachbeiträge mit Tips von einem bekannten Anwalt für Multimedia-Recht
veröffentlichen, damit unsere Leser wissen, worauf sie achten sollten.
In Sachen Funktionalitäten werden wir über Kooperationspartner unseren
Nutzern in Zukunft auch die Möglichkeit bieten, grössere Datenmengen zu
sichern und diese Synchronisationen auch automatisch ablaufen zu lassen.
Heute möchte ich mich einem Service widmen, der gestern in der Social Media Sphäre die Runde gemacht hat und sich bereits von einigen Early Adopters inkl. mir in der Testphase befindet. Die Rede ist von Amplify.Hierbei handelt es sich um einen Services mit dem Ihr eure Links sammeln, bookmarken, verschlagworten und schließlich auf einer personalisierten Seite präsentieren könnt. Möchtet Ihr euch aus der Masse der anderen Cliplogs (kurz: Clogs) – so der Name für euer Amplify-Profil – bietet der Service auch das Einstellen eines persönliches Banners an. Auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär. Doch wenn Ihr genauer hinschaut, erkennt Ihr die feinen Unterschiede zu anderen Sharing Plattformen wie Delicious, Mister Wong, Friendfeed & Co. Zum einen lassen sich durch das Firefox-Add-on einzelnen Textteile, Bilder und Videos markieren (siehe Abbildung) in eurem Clog posten und mit einem Kommentar versehen. Zum anderen können eure Clog-Besucher einzelne Beiträge kommentieren, per RSS-Feed oder E-Mail abonnieren und sogar als weitere Mitcloger (wenn erwünscht) ihre Webfundstücke mit beisteuern. Was mich besonders fasziniert, zeigt sich in der Aggregationsfreudigkeit von Amplify. Beiträge können parallel über Friendfeed und/oder Facebook gestreamt und in Eurem Delicious-Account (Tags werden mit übernommen!) gebookmarkt werden. Selbstverständlich ist eine Tweet-This-Funktion inkl. Bit.ly-URL-Verkürzung mit an Board, so dass wir uns bei unseren täglichen Reputationspflege eine Menge Zeit einsparen. Es freut mich überdies, endlich ein trockenes Plätzchen gefunden zu haben, an dem meine Leseempfehlungen gut aufgehoben werden und nicht im virtuellen Nirvana verschütt gehen. Wenn Ihr mögt, werft ruhig mal einen Blick auf meinen gebrandeten Marketingberater 2.0 Clog und schaut Euch das 1-minütige Lernvideo des Amplify-Gründers an. Also: Work hard, make money, have fun! Ein schönes Wochenende aus Hamburg, Euer Sebastian!
Ja, ich gebe es zu, Twittern macht mir zurzeit mehr Spaß als Bloggen. Ich kann meine Anmerkungen und Neuigkeiten, auf die ich tagtäglich stoße zeitnaher verzwitschern. Trotzdem ist es mal wieder Zeit für ein handfesten Blogposting, bevor ich meine treuen RSS-Abonnenten ganz und gar vergraule. Deshalb schlage ich gleich einmal die Brücke zu meinem heutigen Thema, auch ohne gelungenen Übergang. "Aufträge" sind wohl das Thema, das Euch als Freiberufler und Gewerbetreibende am brennendsten interessiert, nicht wahr? Eine virtuelle Auftragsmaschine bietet hier Frank Schwertner mit seiner neu gestarteten Plattform "equan.de" an. Bleibt abzuwarten, wie der Dienst von der Userschaft angenommen wird und ob er sich im Meer der Projektbörsen durchsetzen kann! Ich habe natürlich bei Frank Schwertner vorab nachgefragt, was Euch und mich auf equan.de erwartet. Über Frank Schwertner: Seit Anfang 2008 biete ich als beratender Volks- und Betriebswirt mit Startup-Concept Dienstleistungen für Gründer an. So bietet Startup-Concept z.B. Orientierungshilfen bei der Entwicklung von Strategien zur Umsetzung innovativer Geschäftsideen. Da ich somit selbst ein Startup-Unternehmen führe, kenne ich die Herausforderungen, denen sich junge Unternehmen stellen müssen, auf dem Weg sich aus der Vielzahl von Mitbewerbern hervorzuheben und schließlich am Markt bestehen zu können. Wie sind Sie auf „equan.de“ gekommen und wer steckt dahinter? Die ewigen Fragen lauten: Wie kommen Freiberufler an Aufträge? Wo finden Auftraggeber qualifizierte Mitarbeiter für ihre Projekte? Wo kann ich noch suchen, ohne regelmäßig Listen mit exotischen Offerten ohne konkreten Auftragswert überspringen zu müssen? Wie kann ich Synergien nutzen um damit Kunden zu binden? Welche Marktplätze kann ich mir überhaupt leisten?StartUp-Unternehmen wissen um die Herausforderungen, denen sich Selbständige jeden Tag aufs Neue stellen müssen, auf dem Weg sich aus der Vielzahl von Mitbewerbern hervorzuheben und wieder am Markt bestehen zu können. Wer etwas unternimmt, macht auch Erfahrungen! Doch tun sich viele Gründer noch schwer, mit der Akzeptanz einer Strategie zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee, dem eigentlichen Unternehmenskonzept. Oft verlassen sich Gründer allzu sehr auf ihr Produkt, heben die Substanz des Produktes hervor und betrachten zu wenig die Aufgaben, hilfreiche Kooperationen einzugehen sowie ihr Leistungsangebot gegenüber potentiellen Kunden publik zu machen. Wie, wo und wann werden Sie von potentiellen Kunden oder Partnern betrachtet? Das muss sich ändern liebe Gründer! Wenn Sie Partner und Aufträge zur Umsetzung Ihrer Geschäftsideen akquirieren möchten, ist es unabdingbar, eine interaktive Marktpräsenz auszugestalten! Ob Entwicklung, Planung, Beratung oder Ausführung – für jede Phase Ihrer Vorhaben befinden sich auf equan.de sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer in der Gesellschaft handlungsfähiger Partner.AAACBC Inc. – mit seinem Sitz in einem der bedeutendsten IT- Hubs in Südostasien, bietet weltweit Dienstleistungen in den Marktsegmenten Webdesign, Programmierung und IT- Outsourcing an.Die Kooperation zwischen Startup-Concept und AAACBC Inc. began als dynamisches Netzwerk und gründet mittlerweile auf gemeinsame Interessen in der Erbringung von IT-gestützten Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang ist es für uns nur folgerichtig, auch unsere bisherigen Erfahrungen auf dem Gebiet der Organisation freiberuflicher Mitarbeit in equan.de einfließen und sich weiter entwickeln zu lassen. Was erwartet den Nutzer bei „equan.de“? Welche Möglichkeiten haben Unternehmen, bedarfsgerechte Unterstützung zu finden, um ihre Kunden zufrieden zu stellen? Wie können Freiberufler, Dienstleister und StartUps flexibel Synergien nutzen, um konkurrenzfähige Leistungen anzubieten? Equan.de kann einer der Marktplätze werden, die mehr leisten, als nur Listen mit exotischen Offerten ohne konkreten Auftragswert zu vermitteln! Das Portal spricht Freelancer über das gesamte Spektrum der freien Berufe an, bis hin zu den angeschlossenen gewerblichen Dienstleistern. Es ist uns wichtig, allen Teilnehmern eine schnelle und effiziente Bearbeitung ihrer Anliegen zu ermöglichen. Der direkte Zugriff auf sämtliche Aufträge und Features wird über eine transparent gehaltene Benutzeroberfläche ermöglicht und bietet Freelancern und Gewerbetreibenden alle Möglichkeiten, mit einem Eintrag gegenüber Auftraggebern glänzen zu können.„Das Potential von "equan.de" liegt sowohl in der Unmittelbarkeit des Zugangs, als auch in der Kreativität seiner Gestaltung“. Das erklärte Ziel ist es, ein lebendiges Kooperationsportal zu schaffen, welches alle Freiberufler und Gewerbetreibenden dazu inspiriert, ihre Kunden auf dem Laufenden zu halten!Von Anfang an mit dabei ist z.B. ein interaktives Bewertungssystem, welches sich unmittelbar auf das Ranking sowohl von Auftragnehmern als auch von Auftraggebern auswirken wird. Das ist nur fair und erlaubt es, dass Schwarze Schafe auf beiden Seiten nicht in der Masse verschwinden.Wie funktioniert die Auftragsvergabe?Registrierte Nutzer können per Nachrichtenbox Kontakt untereinander aufnehmen. Dies gilt sowohl für den Kontakt zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern, als auch für den Kontakt der Teilnehmer der jeweiligen Gruppen untereinander. Zudem kann natürlich jeder, der auf den Seiten von equan.de surft, in die Profile reinklicken und so die dort angegebenen Kontaktdaten nutzen. Also, alles in allem eine ziemlich großzügige Werbe- und Kontaktfläche!Welche Vorteile bieten Sie Ihren Nutzern?So ist, bzw. wird equan.de ein weitestgehend kostenloses Portal, womit Projekte veröffentlicht und fachliche Unterstützung "just in time“ übers Netz akquiriert werden können. Das Ziel von equan.de ist es, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Freiberuflern und Gewerbetreibenden zu schaffen. Unternehmer, die Projektaufträge zu vergeben haben, können sich hier gezielt und direkt an Kernkompetenzen wenden, welche ihrerseits dazu aufgefordert sind, auf equan.de kostenlos ein aussag
ekräftiges Leistungsprofil inkl. Bildern zu veröffentlichen. Die Idee ist denkbar einfach; eintragen, selbst darstellen, Kontakte knüpfen, Geld verdienen! Die Grundprinzipien basieren auf der Idee, die uns am Internet allen so gut gefällt: „Zugang und Informationen für alle!“ Dieser "Mix" ist am ehesten dazu geeignet, Freiberuflern, Gewerbetreibenden und deren Auftraggebern vernünftige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu bieten.Welche Chancen und Risiken sehen Sie bei Projektbörsen im Netz?Chancen haben die, die gezielt Kontakte aufbauen und ihr eigenes Netzwerk schaffen indem sie dann ihr Leistungsspektrum erweitern und festigen können – also sich mit Kollegen ganz konkret austauschen können. Dies gilt auch sowohl für den Austausch von Auftragnehmern untereinander als auch für die Kommunikation von potentiellen Auftraggebern untereinander. Synergien bilden ist das Stichwort. Wer erwartet, überall sofort vom Start weg eine Auswahl passender Aufträge akquirieren und auch umsetzen zu können, der hat das Prinzip nicht verstanden und muß in einen Laden gehen, wo er Projekte einkaufen kann. Nur kenne ich keinen solchen Laden – wo es gegen Bezahlung Auftrags- und Umsatzgarantie gibt!Den Chancen der Eigenwerbung auf Projektbörsen stehen natürlich auch immer die Risiken anonymer Massenwerbung entgegen. Soweit es sich aber um Leistungsangebote handelt, denen ein Kontext wie z.B. eine Projektbörse zuzuordnen ist, schwindet die Anonymität eben in dem Maße, wie die Plausibilität zunimmt. Deshalb ist es wichtig, ein Qualitätsmanagement einzuführen, welches z.B Werbung von Arbeitnehmerüberlassungsfirmen nicht zulässt. Gerade auf Projektbörsen aber beteiligen sich auch immer Head-Hunter, um hier für ihre Kunden vorzusorgen. Hier ist es die Aufgabe, legitime Dienstleistungen im Personalbereich von (auch volkswirtschaftlich) nicht nutzenbringenden abzugrenzen.Das Risiko, anfangs weniger potentielle Auftraggeber vorzweisen muß in Kauf genommen werden. Das Risiko ist im Wesentlichen die Zeit, die es braucht, bis das das Potential (die Qualität einer Datenbank) für Projektanbieter sich rumgesprochen hat. Es liegt in der Natur der Dinge, dass Gut Ding braucht Weile!9. Mit welchen Features werden Projektbörsen in Zukunft aufwarten – wo geht die Reise hin?Interaktivität, Gruppenbildung, Empfehlungsmarketing, Spezialisierung sowohl auf Branchen als auch auf den Level von Anbietern und Nachfragern, stärkere Typisierung in Bezug auf die Zielgruppen hilft einem potentiellen Interessenten schnell zu erkennen, ob er an der richtigen Adresse ist, das Internet ist ein schnelles Medium, deshalb muss die Leistungsinformation unzweifelhaft schnell und deutlich zu erkennen sein – vor allem auch über das eigentliche Portal hinaus werden weitere Möglichkeiten der Interaktivität zwischen den für die potentiellen Nutzer ebenfalls attraktiven Portalen weiterentwickelt werden. Das Internet ansich ist eben das Netzwerk, welches sich in immer weitere Netzwerke aufteilt. Hier gilt es technisch auf einer Spezialseite mehr zu bieten, nach dem Motto: Hier sind Sie nun auf Ihrer Spezialseite in der Marktnische, die sich wie folgt rechtferigt: Video ersetzt Fotos, Audio ersetzt Chat! Persönliche Newsletters definieren, persönliche Angebote automatisch weiterleiten lassen, alles wird voreingestellt und so individuell wie möglich und dennoch automatisch verteilt werden. Das Spektrum zwischen Anonymtät und Individualität wird mittels immer besseren technischen Möglickeiten auf jedem Portal spezifisch ausbalanciert und bietet reichlich Marktnischen – allein was die Nutzungsmöglichkeiten betrifft.
Politik 2.0 ist spätestens seit der Obamamanie, in aller Munde. Auch in Deutschland rüsten sich unterschiedliche Netzpersönlichkeiten für den Wahlkampf im Internet. Da entstehen Gruppen bei XING, wie z.B. "DemokratieZweiNull", die nach Angaben von Moderator Bernhard Jodeleit nach ihrer Gründung am 21.02.09, schon heut mehr als 100 Mitglieder aufweist. Aber auch die Mikroblogger schlafen nicht. Der Twitterchannel "Wahlkampf 2009", möchte seine Follower rund um die Uhr über die besten Dinge des Bundestagswahlkampfs 2009 informieren. Es lässt sich unschwer erkennen, das sich das Thema zunehmender Beliebtheit bei der deutschen Userschaft erfreut. Und wenn im Augenblick nur bei den Early-Adopters oder Heavy-Usern. Es ist immerhin ein Anfang! Vor kurzem bin ich durch einen Tweet auf die Plattform "Wahl.de" aufmerksam geworden und fand das Projekt so spannend, dass ich die Gelegenheit für ein kurzes Interview nutzte. Klas Roggenkamp, Mitinitatior der Plattform, stand mir auskunftsfreudig und ausführlich Rede und Antwort.Zur Person: Klas Roggenkamp ist Mitgründer der Berliner Online-Agentur compuccino, die u.a. das neue Gesicht der Berliner Morgenpost und der Stadt Hamburg entwickeln durfte. Roggenkamp hat in Berlin Politik und Electronic Business studiert und arbeitet seit mehreren Jahren v.a. konzeptionell und im Umfeld von technisch vermittelter politischer Kommunikation. Schon vor der Gründung von compuccino hat er u.a. 2001 das Konzept für die Online-Wahlhilfe Wahl-O-Mat entwickelt und in den folgenden Jahren (und Wahlkämpfen) an verschiedenen Stellen politische Kampagnen und begleitende Online-Maßnahmen entwickelt oder koordiniert. Mit seinem Agenturpartner Nader Cserny hat er die Plattform wahl.de erdacht und aufgebaut.1. Wie sind Sie auf „wahl.de“ gekommen und wer steckt dahinter?Die Idee zu wahl.de ist im letzten Jahr entstanden, natürlich auch angeregt durch die verschiedensten Begleitformate zur US-Wahl. Das Team der Agentur compuccino in Berlin, das den gesamten Auftritt von wahl.de finanziert und umsetzt, hat im Rahmen verschiedener Kundenprojekte einen Platz für das Angebot gesehen, was nun auf wahl.de umgesetzt wurde. Im Wahljahr 2005 haben Einzelpersonen unseres Teams bereits mit dem Domain-Inhaber, der mokono GmbH, eine Plattform zur Bundestagswahl aufgebaut. Damals ging es vor allem um Politikerblogs, heute ist das Feld auf das gesamte Spektrum des Social Web ausgeweitet. Für compuccino ist die spannende Aufgabe dabei, einen Überblick in die komplexe Datenmenge zu bringen. Wir wollen allgemeine Entwicklungen deutlich machen und gleichzeitig für den Nutzer relevante Informationen filtern und in den Vordergrund stellen.2. Was erwartet den Nutzer bei „wahl.de“? Das Ziel von wahl.de ist, Aktivitäten dort aufzuzeigen, wo sie geschehen – auch die Unterschiede und v.a. die Lücken in der Online-Strategie einer Partei oder eines Kandidaten werden sichtbar. Bereits die erste Version zeigt deutlich, wer im Social Web heute die Nase vorn hat (Grüne), wer auf Facebook am aktivsten ist (SPD), wer YouTube erfolgreich nutzt (FDP), und wo die Online-Strategie "eigene Community geht vor" (CDU) oder "Homepage reicht" (Linke).Aufhänger ist nach wie vor die Kandidaten-Übersicht, d.h. wir listen (nach und nach) alle Kandidaten zur Europa- und Bundestagswahl mit ihren Listenplatzierungen und Wahlkreisen. Dazu kommen alle aktiven MdBs und die deutschen MdEPs. Im Zuge der Übersichtlichkeit beschränken wir uns auf „die großen fünf“, d.h. auf alle derzeit im Bundestag vertretenen Parteien.Diese „rohen“ Politikerdaten ergänzen wir durch Profildaten auf verschiedenen Community-Plattformen wie Facebook und YouTube, aber auch twitter und last.fm. Hier können wir die Resonanz und die Aktivität der Politiker messen und auswerten. Im Ergebnis haben wir zweierlei: eine Übersicht über alle Kandidaten zur Wahl, und einen Vergleich der Aktivität der Politiker im Social Web. 3. Wie funktioniert das „wahl.de“-Prinzip?Jeden Tag werden die Profil-Aktivitäten automatisch gemessen, wodurch wir eine Auswertung in „Big Mover“ und „Big Shaker“ und verschiedene weitere Übersichten erhalten.Der „Big Mover“ ist jeweils das Profil auf einer Plattform, das in den letzten 7 Tagen den höchsten Zuwachs an Followern, Freunden, Fans, Abonnenten – eben Unterstützern gewinnen konnte.Der „Big Shaker“ ist das Gegenstück dazu: hier geht es um die Aktivität des Politikers bzw. der Partei selbst. Hier messen wir die Botschaften, die über einen Kanal geschickt werden: tweets, Videos, Profilmeldungen. Die höchste relative Steigerung in den letzten 7 Tagen ergibt den Big Shaker. In der aktuell laufenden ersten Welle ist das unsere Hauptauswertung, die auch für zahlreichen Diskussionssstoff gesorgt hat und auch sorgen sollte. In den nächsten Ausbaustufen wollen wir auch inhaltlich aggregieren und auswerten. Natürlich arbeiten wir auch daran, die tatsächliche Resonanz auf eine z.B. über twitter verschickte Kurzmeldung sinnvoll messen zu können. Aber erstmal arbeiten wir an der vollständigen Liste der Kandidaten – hier haben wir momentan knapp ein Drittel der notwendigen Daten gesammelt.4. Inwiefern soll der Bürger mit einbezogen werden?Das ist eine gute Frage, die wir uns etwas anders stellen: inwiefern kann der Bürger mit einbezogen werden?Jeder, der sich etwas länger mit Politik im Netz befasst ist schon relativ desillusioniert, was da überhaupt möglich ist. Es gibt etablierte Angebote wie kandidatenwatch, die sich selbst zur Frage-Antwort-Plattform gemacht haben. Eine gute Idee, die aber leider in der Realität von dünner Resonanz und Akzeptanz (durch die Bürger!) gehemmt wird. Wir spielen die Frage nach der Bürgereinbindung weiter an die aktiven Politiker. Wer sich auf youtube Videos präsentiert oder auf Facebook Unterstützung einfordert, der kann und sollte den „mitgelieferten“ Rückkanal nutzen, den Bürger einbinden und auf ihn direkt reagieren.5. Welche Vorteile bieten Sie Ihren Nutzern?Wir bringen Transparenz und vor allem Vergleichbarkeit in die Online-Aktivitäten von Parteien und Politikern. Durch unsere regelmäßig weiter ausgebauten Auswertungstools können wir schon jetzt gut zeigen, wo z.B. Facebook einfach als Plakatfläche genutzt wird, und wo ein Kandidat tatsächlich über twitter den Austausch sucht. Und wir können das ins Verhältnis setzen zu Mitbewerbern bis
auf Wahlkreisebene.Das ist natürlich vor allem für Wahlkampfmacher interessant, aber auch ohne die Auswertungen bieten wir die umfangreichste Übersicht über Politiker und ihre Online-Aktivitäten. Jeder interessierte Bürger kann sich ein besseres Bild von seinem Kandidaten machen, wenn er dessen Fotos auf Facebook oder die zuletzt gehörten Tracks auf last.fm nachschaut. Im Zweifel findet er auch einfach nur die Kontaktdaten zu twitter – denn diese Kanäle offen zu verlinken schafft bei weitem nicht jeder Politiker. Natürlich setzen wir ein gewisses Grundinteresse an Politik und an den Kandidaten voraus, aber wir haben auch keinen politischen Bildungsauftrag wie eine Bundeszentrale für politische Bildung. 6. Gibt es Kooperationen mit Parteien/Politikern?Schon im Vorfeld haben wir versucht, mit allen relevanten Stellen in den Parteien Kontakt aufzunehmen. Das ging mal besser, mal schlechter. Keiner unserer Ansprechpartner hatte einen Überblick, wer genau eigentlich wo aktiv ist. Insofern haben wir viel selbst recherchiert und uns mit einzelnen Blogs und Seiten zum Thema abgestimmt und Daten ausgetauscht. Seit dem Start der Version 1 in der vergangenen Woche können wir uns über mangelnden „Input“ gerade auch von Parteien nicht beklagen. Von allen Seiten und auf allen Ebenen werden wir geradezu zugeschüttet mit Daten, Verweisen und vor allem: Links zu Profilen. Wir freuen uns über jede aktive Mithilfe, wobei wir natürlich alle persönlich politisch interessiert sind, aber unsere professionelle Arbeit bleibt überparteilich. 7. Hat die Seite noch weitere Social Media Ableger? An vielen Stellen wo wir messen sind wir auch als Nutzer vertreten. Wir sind aktiv auf twitter, wo wir viel wertvolles Feedback einsammeln konnten. Auf Facebook haben wir eine Recherche-Gruppe und eine Fan-Page. Ebenso auf MySpace. Da wir momentan keinen redaktionellen Content produzieren sind die anderen Plattformen für uns nur privat spannend. An einigen Stellen werden wir unsere Arbeit aber ausbauen. 8. Welche Chancen und Risiken sehen Sie bei Politik im Netz?Eine Frage, die uns in den letzten Tagen immer wieder gestellt wurde ist, ob wir nun wollen, dass Politiker den ganzen Tag twittern und YouTube-Videos hochladen und das dann auf Facebook gebündelt verteilen. Das wäre genau das falsche, es ist auch ein falsches Verständnis von „Politik im Netz“. So wie wir das verstehen – und mit unserem Angebot vermitteln wollen, gibt es Politik, und diese wird u.a. im Netz aufbereitet. Was das Internet und gerade die Social Media Plattformen, die wir betrachten, möglich machen ist eine klar fokussierte Kommunikation auf Kanälen, die von sowieso dort aktiven Usern aufgenommen werden kann. Es gibt zwei große Entscheidungen, die man als Politiker im Netz treffen muss: wie erreichbar bin ich, und wie privat bin ich – das klassische Dilemma aus Distanz und Nähe. Gerade aktive Abgeordnete können nicht den ganzen Tag und über jedes Erlebnis twittern, noch weniger können sie dauerhaft auf alles Antworten, was auf sie niederprasselt. Hier ist es besonders wichtig, die Erwaltungshaltung an die Präsenz auf einer bestimmten Plattform zu verstehen. Bei Facebook kann man das sehr gut sehen: wer dort als User auftritt, der suggeriert Erreichbarkeit und einen gewissen Zugang ins Private. Manche Parteien haben das verstanden und bauen sich ein eigenes kleines Re(d)aktions-Team auf, das z.B. Freundschaftsanfragen und Nachrichten beantwortet. Andere haben das auch verstanden, und verschieben Profile zu Politikerseiten, einer Unterform der „Pages“. Die Pages sind sozusagen die Infostände und Plakatwände im Netz, denn hier wird zentral kommuniziert, mehr als das diskutiert werden kann. Der Auftritt ist mono-thematisch auf die Kandidatur bzw. das aktuelle Amt ausgerichtet, und verlängert mehr die agenturgepflegte Website. Die dritte Form auf Facebook, die Gruppen, sind vom Prinzip her genau dazwischen – interaktiv, aber nicht persönlich und auch meist nicht personengetrieben.Die große Chance besteht aus unserer Sicht, und da sind wir sicher nicht die Ersten die das so sehen, dass über twitter, flickr usw. ein Gefühl von Dabei-Sein erzeugt werden kann, was sich positiv auf die Gesamtstimmung und –wahrnehmung der Aktiven auswirkt. Das Risiko kommt aber gleich hinterher, nämlich die Enttäuschung, wenn man auf einen quasi ausgetrockneten Kanal trifft. Ein flickr-Account, das seit 2 Jahren keine neuen Bilder hat ist genauso frustrierend wie eine Homepage, auf der noch immer unter „Aktuell“ für das gewonnene Direktmandat von 2005 gedankt wird. Es ist wichtig, die Kanäle zu verstehen, aber das geschieht langsam – birgt aber noch ungemein spannende Strategie-Auslegungen in sich.9. Wie wird Politik in Zukunft gemacht – Stichwort: Obama 2.0?Naja, der Vergleich hinkt ja an verschiedenen Ecken – allein das Wahlsystem hierzulande erlaubt ja nur wenigen, eine Merkel oder einen Steinmeier direkt zu wählen. Insofern bleibt der Wahlkampf hier beim top-down Image-Wahlkampf und beim bottom-up Wahlkampf von Haustür zu Haustür, wo vielleicht auch die Krawattenfarbe entscheidend ist.Außerdem ist das verfügbare Budget von einer „normalen“ deutschen Partei nicht im Ansatz so üppig wie das geschaltete Media-Budget von Obama in einem Monat. Trotzdem, ein paar Dinge werden ja schon jetzt abgeguckt. Womit wir rechnen müssen ist die noch stärker dezentral stattfindende Vermittlung der zentral ausgegebenen Botschaften. Viele Maßnahmen werden interaktiver wirken, aber es nicht unbedingt sein – denn die Herausforderung ist immer noch, eine zentrale Botschaft über die Republik zu verteilen, und diese nuanciert nach Zielgruppe auszuliefern. Insofern tut sich da wenig Neues, es wird vor allem technisierter, und zumindest online noch professioneller und zielgerichteter. Am Wahltag wird aber jeder – und das ist neu – das Gefühl haben, seinem Kandidaten etwas nahe gewesen zu sein. Das wird sich vor allem durch das Internet und die Präsenz auf zahlreichen Plattformen ergeben – und hoffentlich auch funktionieren.








