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Neu im Marketingberater 2.0: Marcel Gabor

Das Autorenteam um den “Marketingberater 2.0″ wächst weiter und wir möchten in diesem Sinne ganz herzlich unseren Neuzugang Marcel Gabor begrüßen. Der  Social Media Verantwortliche bei der  NORDSEE Holding GmbH, wird uns in Zukunft seine Sicht der Dinge aus “Unternehmensperspektive” vermitteln und im Schwerpunkt das spannende Thema ROI (Return-to-invest) aufgreifen. Weitere Anhaltspunkte verrät er uns im folgenden Interview.
Wir freuen uns auf seine inspirierenden Beiträge und vor allem auf den spannenden Austausch mit Ihnen, liebe Leser!

 
Was reizt dich besonders am Thema “Social Media”?
Während früher im Marketing vorwiegend in eine Richtung kommuniziert wurde, findet im Social Web die Kommunikation bi-direktional statt. Diese direkte, unmittelbare Verknüpfung von Markenbotschaft und Reaktion der Menschen finde ich spannend. Aber noch viel interessanter wird es, wenn aus diesem kreativen Prozess neue Innovationen, Produkte und Dinge entstehen, die erst durch dieses “Chaos” möglich geworden sind. Ums etwas konkreter zu machen: erst durch die tatsächliche Nutzung von Usern resultiert das tatsächliche Anwendungsgebiet und der Erfolg einer Idee. Und das kann gänzlich anders sein als ursprünglich geplant. Bestes Beispiel ist Twitter, das ich heute nicht mehr missen möchte.

Was sind für dich die wesentlichen (Unternehmens)Vorteile von sozialen Medien?

Wie eben schon erwähnt findet die Kommunikation im Web bi-direktional statt. Daraus resultiert etwas, dass früher ein Widerspruch gewesen wäre: mehr Kundennähe bei gleichzeitig größerer Reichweite. Ergebnis dieser Erkenntnis kann sein, dass Unternehmen sehr günstige Marktforschung und Produktentwicklung gemeinsam mit ihren Kunden durchführen können. Dadurch ist der Kunde nicht länger nur ein abstrakter Konsument, sondern er wird wieder stärker in den Mittelpunkt des Unternehmeninteresses gerückt.

Wie nutzt du diese für deine Eigenvermarktung?

In erster Linie ist es für mich wichtig, themenübergreifend stets auf dem neusten Stand zu sein und dieses Wissen auch weiterzugeben. Da ich die Menge an täglichen News für mich strukturieren und aufbereiten wollte, ist daraus die Idee meines Blogs zum Thema Social Media entstanden. Dabei ist Twitter für mich der wichtigste Kanal für Konsum und Verbreitung von lesenswerten News. Aber natürlich findet man mich auch bei Xing, wo ich in entsprechenden Gruppen etwas beisteuere.

Auf welche Teilbereiche hast du dich spezialisiert?

Da ich sowohl die Agentur- als auch Unternehmenswelt kenne, kann ich beide Seiten und deren Ziele gut verstehen. Agenturen wie auch das Marketing in Unternehmen müssen den Sinn von Social Media zunehmend vor den CFOs dieser Welt  rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund und auch meinem BWL-Studium drängt sich gerade zu das Thema RoI (Return on Invest) auf. Um es vorweg zu nehmen: ich persönlich glaube nicht, dass sich der RoI von Social Media in einer vergleichbaren und aussagefähigen Kennzahl über alle Branchen hinweg messen lässt. Wenn überhaupt, dann eher durch eine sehr differenzierte und unternehmensspezifische Anpassung an strategischen KPIs.
Das ist der eine Bereich, der mich sehr interessiert, der Andere besteht aus innovativen und kreativen Ideen im Online-Marketing. Dabei darf man nicht mit Scheuklappen nur “Social Media” betrachten, sondern sollte es als ein Zahnrad neben Mobile-Marketing, SEO und weiteren Disziplinen im Gesamtbild betrachten.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es in Zukunft noch viel mehr Mischformen und Kreuzungen von bereits existierenden Services geben wird. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese noch recht starre Trennung von Corporate Website und Social Media sich zunehmend auflöst. Auch wird man in wenigen Jahren nicht mehr von Social Media als “neue Erfindung” sprechen, sondern es als selbstverständlichen, aber wichtigen Teil der Online-Kommunikation und des Internets wahrnehmen.

Auf was freust du dich ganz besonders in Bezug auf deine Mitarbeit im Redaktionsteam vom Marketingberater 2.0?

Ich bin ein absoluter Freund von Wissens-Verbreitung und unterschiedlichen Sichtweisen. Daher freue ich mich sehr auf den Austausch mit unseren Lesern und bin gespannt wie sich das Thema weiterentwickelt.

Social Media ist vergleichbar mit einem noch ein relativ jungen Fußballspieler einer Top-Mannschaft. Er wird dabei sicherlich ganz unterschiedlich eingesetzt. Die Einen werden unseren Social-Media-Young-Profi  eher als Abwehrspieler einsetzen, die Anderen als Stürmer und für wieder andere ist es besser ihn so lange auf der Bank sitzen zu lassen, bis ein fähiger Trainer ihn auf das nötige Level heben konnte, um die nötige Reife für den Platz zu haben.

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Neu im Marketingberater 2.0: Hans Steup

Crowdsourcing ist das Business-Modell der Zukunft. Deshalb haben wir auch beim Marketingberater 2.0 beschlossen, unser Redaktionsteam durch erfahrene Branchenpragmatiker aufzustocken.

Hans Steup, der seit rund 25 Jahren Versicherungsmakler in punkto Marketing und Vertrieb unterstützt, wird in Zukunft sein Wissen und seine Erfahrungen hier mit uns teilen. Um Ihnen ein besseres Bild des Berliner Versicherungsmarketers  zu geben, beantwortete er uns ein paar Fragen in einem kurzen Interview.

 

Was reizt dich besonders am Thema “Social Media”?

Seit 25 Jahren unterstütze ich Versicherungsmakler beim Marketing und Vertrieb. Versicherungsagenten bitten ihre Kunden entweder zu sich ins (teure) Büro oder fahren (teuer) zum Kunden ins Wohnzimmer. 1988 kostete der Liter Benzin umgerechnet 50ct. Heute bezahlt man dreimal so viel. Daher fahren die Vertreter seit Jahren nicht mehr zum Kunden und die Kunden nicht mehr ins Versicherungsbüro. Viele Kunden sehen ihren Vermittler nie und fühlen sich schlecht betreut. Zurecht. Heute hält ein Computer-Programm zum Preis einer Tankfüllung den Kontakt zum Kunden. Jeder Berater im Außendienst spart Zeit und Geld im Marketing, Vertrieb und Kundendienst. Und der Kontakt zum Kunden ist so persönlich wie nie zuvor. Auch der kleine Fahrrad-Laden von nebenan kann heute im Internet Kunden finden und überleben.

Was sind für dich die wesentlichen (Unternehmens)Vorteile von sozialen Medien?

Social Media sind der preiswerteste, schnellste und direkteste Weg, Kunden zu finden und zu pflegen. Im Internet erreichen wir Kunden, die wir sonst nie erreicht hätten. Eine einfache Online-Strategie ersetzt ganze Vertriebsabteilungen. Man kann ein Unternehmen mit dem iPad vom Sofa aus führen. Jeder kann sich nebenbei selbständig machen, ohne seinen festen Job zu kündigen. Ganz leicht und so erschwinglich wie nie zuvor.

Wie nutzt du diese für deine Eigenvermarktung?

Meine Kunden sind überwiegend Versicherungsmakler, Maklerbetreuer und Maklerpools. Glücklicherweise treffe ich sie alle auf XING :) Dort schreibe ich täglich aktuelle Nachrichten und Vertriebs-Impulse und ein oder zwei Beiträge pro Woche in Gruppen für Finanzdienstleister. Außerdem betreibe ich den MaklerTweet – die schnellste Online-Zeitung für Versicherungsmakler (auf Twitter). Wenn demnächst mehr Makler auf Facebook sind, erhöhe ich dort die Schlagkraft :)  Noch interessanter finde ich Youtube.

Auf welche Teilbereiche hast du dich spezialisiert?

Meine Stärke liegt im Schreiben. Worte steuern das Internet und damit Social Media. Wer im Internet gefunden werden will, muss nach der Schule ein zweites Mal schreiben lernen. Wie funktionieren Texte, wenn man nur 80 Zeichen Platz hat? Wie überzeugen Worte, wenn der Leser sie nur überfliegt und mit einem Klick verschwinden kann? Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist heute eine Sache des Schreibstils. Jeder kann das lernen. Rhetorik hilft guten Ideen, sich im Geschrei bei Google durchzusetzen.

Auf was freust du dich ganz besonders in Bezug auf deine Mitarbeit im Redaktionsteam vom Marketingberater 2.0?

Vergleichen wir das Internet mit dem Automobil, stehen wir noch vor der Einführung des Fließbandes. Das berühmte Fort-T-Modell kommt erst noch. Als Autor vom Marketingberater 2.0  ganz nah dabei zu sein, wie der digitale Ford-T entsteht, ist äußerst spannend.

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