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Trends

Trends 2013 – oder Ihre Hausaufgaben fürs Neue Jahr!

In vielen Blogs von Agenturen und Kollegen der Kommunikationsbranche drehen sich – wie eigentlich jeden Dezember oder Januar – sehr viele Artikel um das Thema „Trends 2013“. Darin wird dann auf das Jahr 2012 zurückgeblickt, was sich verändert hat, was es neues gibt und wo bisher nichts passiert ist. Soweit, so gut.

Aber dann wird die ominöse Glaskugel herausgeholt und einen Blick in die Zukunft gewagt. Oh wundersame Glaskugel, sag mir was die Zukunft bringt. Wer nach „social media trends 2013“ googelt erhält derzeit über 130.000 Resultate, Tendenz steigend.

Da wird von steigenden Etats für Social Media Advertising gesprochen, vom Internet der Dinge, von Presumern und Custtownern, Full Frontal, Mobile Moments und vielem mehr. Aber seien wir doch ehrlich: Das sind doch oftmals Entwicklungen, die bereits begonnen haben und sich nur im nächsten Jahr verstärken werden – und wenn nicht spricht man in einem halben Jahr einfach nicht mehr davon. Keiner der Kollegen wird auf Kundenfang gehen und sagen: „Hey, ich habe im Dezember 10 neue Trends für 2013 vorhergesehen, und davon sind sogar 3 eingetroffen.“ Viele werden diese Artikel einfach vergessen.

Viele Firmen fragen uns aber zu Recht, was sie vom Jahr 2013 für Ihre Unternehmenskommunikation zu erwarten haben. Aber seien wir ehrlich: Wir können auch nur vermuten und die Daten der letzten Marktforschungsumfragen interpretieren. Was wirklich kommt weis keiner.

Welchen Rat kann man denn nun guten Gewissens geben, wenn man schon nicht wie das große Orakel von Delphi in die Glaskugel schauen mag?

In den letzten Monaten habe ich viele Gespräche und Telefonate mit Marketingleitern und Social Media Verantwortlichen in Unternehmen geführt. Dabei hat sich herauskristallisiert, was sich für 2013 verändern muss, damit es ein gutes Jahr wird.

1.  Medienkompetenz auf Unternehmensseite steigern

Viele Unternehmen überlassen leider immer noch die Kommunikationsaufgaben den „Spezialisten“ der Marketing und PR-Abteilungen in den Unternehmen und sagen sich: „Die machen das schon“. Diese Denkweise ist leider noch sehr im Mittelstand verbreitet – dabei sollten wir uns ein Beispiel an großen Firmen und Konzernen nehmen.

Hier werden alle Mitarbeiter für das Thema Unternehmensauftritt sensibilisiert, es werden Social Media Guidelines erstellt, der Vertrieb wird in der Verwendung der sozialen Medien geschult und jede Abteilung wird in die Aktivitäten des Unternehmens auf Facebook & Co. aktiv eingebunden. Und vieles mehr.

2.  Zurück zum Mehrwert – für beide Seiten

„Wir haben jetzt auch einen Facebook auftritt, folgen Sie uns auf Twitter.“ Diesen Satz liest und hört man immer häufiger. Dabei fragt man sich aber, warum? Was habe ich davon? Unternehmen sehen leider die Sozialen Netze immer noch als eine Mischung aus Telefonbuch und Presseverteiler. Da werden Twitter und Facebook Seiten mit Links zu den  Pressemitteilungen gefüttert, Bilder vom neuen Bürogebäude gepostet oder allen ein schönes Wochenende gewünscht.

Was man vergisst ist, dass man es mit Menschen zu tun hat, die angesprochen werden wollen, die sich mit dem Unternehmen identifizieren wollen und die mehr erwarten als Gewinnspiele und Pressemeldungen.

Am Jahresende wundert sich die Geschäftsführung ganz plötzlich, dass die von der Marketingabteilung geforderten Zahlen zu Followern, Likes, Tweets etc. nicht erreicht werden und nun droht man damit, die Aktivitäten wieder einzustellen.

Was läuft hier falsch? Man muss sich immer öfter selbst Fragen stellen: Was will ich erreichen? Warum folgen mir so wenig Menschen? Was erwarten meine Mitarbeiter, Kunden, Bewerber, Wettbewerber kommunikativ von dem Unternehmen? Wie kann ich die sozialen Medien erfolgreich für mich einsetzen? Gibt es Barrieren, die wir überwinden müssen?

Erst wenn man diese Fragen stellt kann man auch anfangen, auf Augenhöhe zu kommunizieren. Und genau dann beginnen Dialoge, verbreiten sich Botschaften und die harten Kennzahlen steigen.

3.  Entwicklung nachhaltiger, integrierter Kommunikationsstrategien

“Social Media machen wir seit ein paar Monaten testweise nebenbei.” “Unser Praktikant befüllt die Kanäle.” “Einen Themenplan haben wir nicht wirklich.” “Wir haben eine Messe und daher keine Zeit für unseren Facebook-Auftritt.”

Immer wieder fallen diese Sätze wenn ich mit Kollegen spreche, viele zucken mit den Schultern und verweisen auf vorgaben der Geschäftsführung. Was oft fehlt, ist eine langfristige Kommunikatiosstrategie, die von Marketing, Vertrieb und Vorstand gleichermaßen entwickelt und getragen ist.

Es werden Etats nicht effizient bemessen und falsche Ziele gesetzt. Abteilungen unter- oder überbesetzt und die Anzeigenkampagne in Fachzeitschriften gefahren und ein neues Callcenter für die Servicehotline beauftragt. Die Messe bindet dann alle Kapazitäten an sich und hinterher kommen auch nur wieder die üblichen Folgeaufträge dabei heraus.

Bei allen Einzelmaßnahmen, die Unternehmen heute fahren, verzetteln sich viele. Da laufen mal Werbekampagnen am Markenimage vorbei, dort werden Anzeigen auf Facebook falsch gestreut, und die meisten Fans wollten eh nur das iPhone 5 beim letzten Gewinnspiel abstauben.

Unternehmen müssen eine Strategie entwickeln, um kosteneffizient und nachhaltig ihre Ziele zu erreichen.

4.  Ressourcen schonen

Wenn mir eine Kollegin erzählt, dass sie seit Kurzem alleine die gesamten Marketingaktivitäten betreuen muss, weil der Kollege wegrationalisiert wurde, dann ist das ärgerlich. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es für manche Unternehmen schwerer geworden, mit den limitierten Kommunikations-Etats erfolgreich strategiefähig zu bleiben und die Selbstgestecken Ziele zu erreichen.

Ein negativer Nebeneffekt von Personalrationalisierungen in den Marketingabteilungen ist jedoch, dass man oftmals nur noch das Tagesgeschäft vor Augen hat und sich nicht mehr mit den restlichen Themenfeldern der Unternehmenskommunikation beschäftigen kann, z. B. der Betreuung der Social Media Kanäle.

Unternehmen müssen sich jedes Jahr aufs Neue an die jeweiligen Gegebenheiten der Wirtschaft anpassen – nicht nur im Auftritt, der Kommunikation und der Produktpalette. Vor allem strukturell wird 2013 ein Schlüsseljahr darstellen. Die Unternehmen müssen anfangen einzelne Kompetenzzentren – Community Management, PR Monitoring, Vertrieb u. a. – auszugliedern und somit die Aufgaben an Dienstleister zu vergeben, die sich auf genau diese eine Aufgabe spezialisiert haben. Dies schafft freie, interne Kapazitäten und verhilft den jeweiligen Abteilungsleitern z. B. im Marketing oder Vertrieb wieder Raum für interne Abläufe und ihren Kernaufgaben zu bekommen.

 

Ich habe einen persönlichen Appell an alle Leser, die sich in diesen Zeilen wiedergefunden haben oder denen es ähnlich ergeht.  Machen Sie einen beruflichen Neujahrsvorsatz, glauben sie keiner Trendprognose, die sie nicht selbst geschrieben haben, und stellen Sie das Jahr 2013 unter die Prämisse eines kommunikativen und strategischen Neuanfangs. Sollten Sie dabei auf interne Widerstände oder externe Barrieren stoßen, resignieren Sie nicht, sondern suchen Sie den Kontakt zu Kollegen, tauschen Sie sich aus. Vielleicht ergeht es Ihren Kollegen ja ähnlich. Oder Sie melden sich einfach bei mir und wir sprechen über die nächsten Schritte.

 

Bildquelle: Fotolia.de

Marketingberater 2.0 ist der Wissensblog der Agentur synergie-effekt.net. Mehr von uns gibt´s auch in unserem synergie-letter mit den Social Media Highlights des Monats.

 

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Social Media Trends 2012 und drei Engel für Charly

Ich soll heute schreiben über Social Media Trends 2012.
Wollen Sie hier den zigsten Artikel über die verbesserten Hangouts von Google+, die neue Facebook-Chronik (auch: Facebook Timeline) oder die kommenden Unternehmensseiten bei Twitter lesen? Oder darüber, wie viel mobiler das Internet in 2012 wird? Oder über Buffer, Hibari oder irgendein Social Media Tool?

 

Ich bin kein Werkzeugtester. Das können andere besser als ich. Was ganz normale Leute im wahren Leben mit Hangouts und der Facebook-Chronik machen werden, finde ich sowieso spannender. Außerdem warte ich noch immer auf einen großen Knall bei Youtube. Vielleicht in 2012?

Bleibt also nur das Trend-Thema Social Media ROI.
Der berühmte ROI. Mit vollem Namen heißt ROI Return On Investment. ROI ist von Beruf Wirtschaftsprüfer und beantwortet die Frage ‘Wie hat sich diese und jene Investition gelohnt?’

Alle rufen nach ROI, wenn sie Geld bezahlt haben für das schicke Profil oder die Herbst-Kampagne auf Facebook. “ROI – wo bist Du? ROI, wo versteckst Du Dich? Ach ROI, komm’ endlich raus und beweise mir, dass es sich lohnt, das ganze Geld auszugeben für Social Media Gedöns.” Darin liegt übrigens das erste Missverständnis: Investitionen stehen als Vermögen in der Bilanz. Social-Media-Ausgaben sind Kosten. Und die stehen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Egal, …
Hat eigentlich irgendjemand diesen ROI schon mal gesehen?
Wo treibt ROI sich rum, wenn man ihn braucht? Gibt es ihn vielleicht gar nicht? Mich erinnert ROI an “3 Engel für Charly”. Die Engel reißen sich ihre süßen Hintern auf für Charly. Und? Wer und wo ist Charly? Unterwegs mit ROI?

Glücklicherweise muss ich mich nun doch nicht mit ROI herum plagen. Marcel Gabor widmet dem Social Media ROI auf dem Marketingberater 2.0 eine ganze Serie.
“Über welche Social Media Trends soll ich also schreiben?”
…fragte ich meine bessere Hälfte am 4. Advent. Aus einem gemütlichen Sonntagsfrühstück wurde nach zwei Minuten ein Arbeitsessen (Das nur als Hinweis fürs Finanzamt, das über einen Link zu diesem Artikel die Bewirtungskosten anerkennen soll…).

Meine Frau führt eines der besten chinesischen Restaurants in Deutschland (… meint Lang Lang …) und muss sich deshalb auch langsam mit Social Media Marketing befassen. Es dauerte nur wenige Minuten und sie sagte: “Ich fühle irgendwie, dass es ohne Social Media nicht mehr geht. Aber ich habe keine Ahnung, was es uns bringt. Was trägt Facebook zu unserem Umsatz bei?”
Na, toll. Das ist er wieder. ROI.
… sind Sie noch bei mir…? Fein. Denn jetzt wird’s spannend :)

Was meine Frau sagte, das höre und lese ich immer wieder von Unternehmern.

1. Ich fühle, dass wir Social Media brauchen.

2. Ich habe keine Ahnung, was genau es uns bringt.

… und jetzt kommt’s …

Wussten Sie eigentlich, dass ROI einen kleinen Bruder hat? ROIs Bruder heißt RON. Sein voller Name lautet Return On eNgagement. Der kleine unscheinbare RON.

RON ist der schüchterne von beiden. Deswegen haben Sie von RON vielleicht noch nie etwas gehört.
Und jetzt sind wir beim Social Media Trend 2012:
Darf ich vorstellen? RON !

Während ROI mehr mit dem Kopf entscheidet, immer einen Grund braucht und stets alles durch seinen Taschenrechner jagt, ist RON ein Gefühlsmensch. Er entscheidet aus dem Bauch heraus. Wie die meisten von uns. RON überlegt nicht ewig. Er will nicht für alles einen plausiblen Grund oder einen Beweis. Gefällt ihm die Uhr, kauft er sie.

RON fühlt, manche Dinge müssen sein. Warum? Er weiß es einfach – keine Ahnung, warum. Muss sich alles immer auf den Cent genau lohnen?

Dass Sie mich nicht falsch verstehen, auch RON achtet auf’s Geld. Er wirft es nicht zum Fenster raus. Aber er ist auch nicht geizig.
Bei Social Media geht es nicht um Investitionen.
Es geht auch nicht um Vertriebs-Kampagnen. Social Media ist weder Vertrieb noch Kampagne. Es geht um Engagement. Um Ihre Beziehungspflege. Um Ihren guten Eindruck beim Kunden. Den machen Sie auf Facebook nicht nur für vier Wochen zur Herbst-Offensive. Oder mit Ihrem Online-Adventskalender.

Beziehungspflege ist eine niemals endende Geschichte. Solange es Ihren Laden gibt, müssen Sie sich engagieren. Es sei den, wir bekommen nochmals das Jahr 1980 und Ihr Laden heißt Bundespost. Dann haben Sie Glück. Ihnen kann alles egal sein, weil jeder zu Ihnen kommen muss.

Aber solange Sie im Jahr 2012 den einen oder anderen Mitbewerber haben, brauchen Sie ein Telefon, einen Internet-Zugang für Ihren Computer, höchst wahrscheinlich einen Steuerberater und … ich kann’s nicht ändern … Social Media – was immer sich auch in den nächsten Jahren hinter diesem schon fast nervigen Begriff verbergen wird. Und Social Media kostet nunmal Geld. Schließlich arbeiten Sie ja auch nicht ohne Bezahlung, oder?
Was springt dabei für mich raus?
Wann haben Sie zuletzt den ROI Ihres Handys und Ihres Telefontarifes ausgerechnet? Oder den Ihres Computers und der DSL-Leitung? Den Ihrer Autoversicherung? Was trägt Ihr Steuerberater zum Umsatz bei? Was Ihre Putzfrau?
Was ist der ROI Ihrer Putzfrau?
Wir reden hier nicht von Investitionen. Und wo keine Investition, da auch kein Return On Investment. Hier geht es um Return On eNgagement. Um den kleinen RON.

Ihre vermeintlichen Investitionen in soziale Medien sind eigentlich Kosten. Ausgaben, um die Sie als Unternehmer nicht herum kommen. Ausgaben, die jeder Geschäftsbetrieb mit sich bringt. Wie die Ausgaben für Ihr Telefon und den Computer. Ob Sie wollen oder nicht.

Ohne Telefon kann Sie niemand erreichen. Schaffen Sie es ab, und Sie sparen Geld. Aha. Ohne Steuerberater müssen Sie sich selbst mit dem Finanzamt rumplagen, anstatt sich um Ihr Produkt oder Ihre Kunden zu kümmern. Ohne Autoversicherung kein Auto. Und ohne Auto keine Fahrt zum Kunden. Ohne Putzfrau ein dreckiges Büro und… ja, ich hör’ ja schon auf.
Ohne Social Media, …
… und das fühlen wir alle, kommen wir bald genauso weit, wie ohne Auto, E-Mail und Telefon. Trotzdem hat niemand in den letzten Jahren die Rentabilität seines Handys oder seines Internetzugangs bis auf zwei Kommastellen genau ausgerechnet. Wie auch? Wie errechnen Sie die Rendite eines Telefonats?
Warum fordern wir einen ROI bei Social Media?
Die Antwort finden wir im Buch “Bauchentscheidungen” von Gerd Gigerenzer. Wir rufen nach ROI, weil wir keine Ahnung haben von Social Media. Je höher die Étage, umso weiter weg vom Kunden, desto lauter der Ruf. “Hey, ROI, wann bekommen wir endlich die Zahlen?”

ROI soll uns beweisen, dass wir alles richtig machen. Läuft’s gut, haben wir “es ja schon immer gewusst”. Geht’s in die Hose, schieben wir es auf ROI. “ROI hat doch gesagt, …”

Gigerenzer untersuchte, wie Menschen Entscheidungen finden. Anfänger und Leute, die über etwas entscheiden müssen, von dem sie keinen blassen Schimmer haben, analysieren oft alles haarklein. Bevor sie eine Entscheidung treffen, sammeln Sie möglichst viele Tatsachen. Wenn vermeintlich alle Informationen und Fakten auf dem Tisch liegen, können Sie eine fundierte Entscheidung treffen und diese vor sich, dem Chef und ihrer Frau erklären und belegen. So glauben sie. Das ähnelt verdächtig dem Ruf nach ROI. Und hat uns noch nie vor den Auswirkungen schlechter Entscheidungen bewahrt. Nicht nur der Wirtschafts-Teil Ihrer Zeitung ist voll davon.

Leute, die sich damit abfanden, dass sie keine Ahnung hatten, entschieden ohne lange Analysen und Beweisführungen Pi mal Daumen aus dem Bauch heraus. Und lagen damit meistens genau so richtig wie Experten, die sich mit einer Sache auskannten. Das ähnelt RON und der ja nun wirklich dämlichen Entscheidung über Googles mickrige Startseite im Jahr 1998. Und der bescheuerte Name erst. Das konnte ja auch nichts werden… Ups.
Ihr Social Media Trend für 2012 …
… sollte also sein, den guten alten ROI für ein Jahr zu vergessen und sich mit RON und seinem Kumpel, dem gesunden Menschenverstand, anzufreunden.

Sie haben keine Ahnung von Social Media. Allerdings haben Sie das Gefühl, sich engagieren zu müssen. Dann nehmen Sie ein paar Euro in die Hand und engagieren Sie sich. Denn im Internet erreichen Sie Leute, die Sie vorher nicht erreichen konnten. Mit Facebook können Sie prima eine persönliche Beziehung pflegen zu Ihren bestehenden Kunden. Und das so einfach und erschwinglich wie nie zuvor.

Bringen Sie auch Geduld mit. Ihre Bekannten, Freunde und Kollegen haben Sie auch nicht alle auf einmal und innerhalb von zwei Monaten kennen gelernt. Geben Sie RON Zeit, zu wachsen. Und nehmen Sie sich die Zeit, zu lernen und zu verstehen. Es lohnt sich.
“Ja, aber … wo fange ich an mit Social Media?”
Danke, auf die Frage habe ich gewartet. Fragen Sie Kollegen, Mitarbeiter oder Ihre Kinder. Sie finden möglicherweise jemanden unter ihnen, der mehr weiß als Sie.

Vielleicht hat auch ein Geschäftspartner, Kunde oder Zulieferer Lust, mit Ihnen gemeinsam eine Online-Strategie zu entwickeln.
Erste Schritte in Social Media
Nehmen Sie Ihr Adressbuch und schreiben Sie zehn Namen und Telefonnummern auf ein Blatt Papier. Machen Sie es wie RON – überlegen Sie nicht lange. Sie finden automatisch die richtigen Leute. Sie haben das im Gefühl (… ich lass’ das Wort mit “U” heute mal weg …).

Und dann rufen Sie diese Leute an. Es ist sicher jemand dabei, der Sie gerne unterstützt.

Ansonsten suchen Sie eine Agentur für Online-Kommunikation wie zB synergie-effekt.net, die Ihnen bei den ersten Schritten oder dem Ausbau Ihrer Beziehungspflege im Internet hilft. Vermeiden Sie teure Fehler, die andere bereits gemacht haben. Darüber würde sich sogar ROI, Ihr Wirtschaftsprüfer, freuen – denn Sie sparen Geld und kommen schneller in Fahrt.

Also, wen rufen Sie zuerst an, von dem Sie glauben, dass er Sie bei Ihrer Online-Strategie unterstützen kann?

Wenn Ihnen der Artikel gefällt, twittern Sie ihn weiter an Freunde und Kollegen.

Ihr Hans Steup aus Berlin

 

Auch wir brauchen mal ein Sendepause und sind deshalb im Januar wieder frisch und munter für Sie da. Das Autorenteam vom marketingberater 2.0 wünscht Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und ein sicheren Rutsch ins Neue Jahr!

 

Bildquelle:  © R.B. / pixelio.de

Marketingberater 2.0 ist der Wissensblog der Agentur synergie-effekt.net. Mehr von uns gibt´s auch in unserem synergie-letter mit den Social Media Highlights des Monats.

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Quo Vadis Kommunikationsberufe?

Welche Auswirkungen haben Social Media auf die Jobprofile der Kommunikationsbranche? Dem Branchenmagazin PR-Report gab ich jüngst ein Interview mit meiner Einschätzung dazu…

1. Inwieweit beobachten Sie Veränderungen, die Social Media und die verstärkt dialogorientierte Kommunikation auf die Berufsbilder in Kommunikation, PR und Medien hervorgerufen haben?

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, YouTube & Co. sind für viele Menschen mittlerweile zu einem festen Bestandteil ihres Lebens geworden. Private und geschäftliche Belange verschmelzen zunehmend beim Aufenthalt in den sozialen Netzwerken. Früher hat sich der PR-Mitarbeiter indirekt über den Gatekeeper an seine Zielgruppe gewandt. Heute kommuniziert er  direkt und auf Augenhöhe mit  den Bezugsgruppen des Unternehmens. Kommunikationsgeschick, Networking-Qualitäten und Empathie bestimmen das Anforderungsprofil des Corporate Communicator von morgen.

2. Für wie relevant halten Sie neue Berufsbilder durch Social Media?

Da sich Social Media zu einer selbstverständlichen Kommunikationsform entwickelt, muss die Unternehmensspitze selbst darüber entscheiden, wie relevant es für sie ist mit seinen Stakeholdern weiterhin in Verbindung zu bleiben.

3.a) Was sind Ihrer Ansicht nach die vier bedeutendsten “Social Media-Berufe” im Bereich PR/Kommunikation?

Die bedeutendsten Social Media Berufe kann man so nicht pauschalisieren. Denn es kommt immer auf die Kommunikationsstrategie des Unternehmens an. Ohne Blog ist ein „Corporate Blogger“ arbeitslos. Ein Viral Marketing Manager ist manchmal auch nicht erforderlich, um erfolgreich Corporate Social Media zu betreiben. Wichtig ist, dass ein Social Media Manager, der das Thema allein oder im Team im Unternehmen vorantreibt, Social Media selbst verinnerlicht hat und die Fähigkeit besitzt eine Community nicht nur aufzubauen, sondern auch am Leben zu erhalten.

3.b) Was sind jeweils das Aufgabengebiet und die geforderten Qualifikationen in diesen vier Berufen, und wie verbreitet ist jeder einzelne von ihnen?

Ein Social Media Manager ist Dolmetscher, Innovator, Markenbotschafter, Koordinator, Kommunikator und Coach gleichermaßen. Er entwickelt die Social-Media-Initiativen und steuert sie abteilungsübergreifend. Er pflegt den Kontakt zu den Meinungmachern im Social Web, produziert kontinuierlich Inhalte für die unternehmenseigene Social-Media- Kanäle und trägt Wissen aus dem im Social Web geführten Kundendialogen in das Unternehmen zurück. Seine Kollegen sensibilisiert er im Umgang mit dem Social Web und fördert ein unternehmensweites Social Media Engagement. Er speichert wichtige Kenntnisse und Erfahrungen in der Kundenkommunikation und stellt sie im Rahmen des internen Wissensmanagements der gesamten Belegschaft zur Verfügung. In einer Krisensituation arbeitet er Hand in Hand mit der PR-Abteilung. Durch das von ihm errichtete „digitale Schutzschild“ aus Fans, Followern und Influencern, kann er die schlimmsten Image-Schäden vom Unternehmen abwenden und diese bestenfalls gleich in einen Reputationsgewinn umwandeln.

4. Wo entstehen die meisten neuen Berufe durch Social Media? (Z.B. in welchen Branchen?) Haben eher Unternehmen oder eher Agenturen einen höheren Bedarf? (Lagern Unternehmen diese Aufgaben tendenziell aus?)

Zurzeit beobachte ich, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen Social Media nebenher betreiben. Manchmal werden sie auch durch externe Berater oder Agenturen unterstützt. Nur wenige große Unternehmen beschäftigen im Augenblick sogenannte Social Media Manager, die sich vollends diesem Thema widmen. Ferner bauen naturgemäß auch immer mehr PR-Agenturen Kapazitäten in Social Media auf, um ihren Kunden weiterhin Full-Service bieten möchten.

5. An welche Abteilungen sind die Social Media-Positionen meist angeschlossen? (PR? Marketing?)

Social Media soll im Idealfall alle Abteilungen mit einschließen. Jedoch nutzen die meisten Unternehmen in Deutschland Social Media im Moment dazu, um ihre Markenbekanntheit zu erhöhen, neue Mitarbeiter zu rekrutieren oder die Servicehotline zu entlasten.

6. Welche Qualifikationen sind gefordert bei neuen Berufsbildern durch Social Media?

Ein Social Media Manager ist kommunikativ, hat journalistische Erfahrung und verfügt über ein großes Online-Kontaktenetzwerk. Er ist neugierig und offen  in Bezug auf neue Online-Kommunikationsformen und Innovationen. Darüber hinaus ist er empathisch und weiß seine Social Media Kenntnisse kreativ und strategisch einzusetzen. Bestenfalls ist er ein anerkanntes Mitglied in der Web-Gemeinde und auch in seiner Freizeit sehr aktiv auf Facebook, Twitter, Xing & Co unterwegs. Ein guter Social Media Manager ist in der Lage die Botschaften seines Unternehmens zielgruppenorientiert auf relevanten Plattformen zu streuen und dort Kunden und Interessenten jederzeit kompetent, freundlich, offen, sachlich und auf Augenhöhe zur Verfügung zu stehen.

7. Sehen Sie bei den neuen Berufsbildern Defizite in der Ausbildung? Würden Sie sich mehr Ausbildungsangebote / Abschlüsse wünschen?

Von der zunehmenden Professionalisierung der Corporate Social Media, die sich durch Praxiserfahrungen weiterentwickeln wird, profitiert auch die Ausbildung der Social Media Berufe. Da wir uns erst am Anfang dieses neuen Berufszweiges befinden, werden wir uns in Zukunft auch über neue Ausbildungsangebote und Abschlüsse freuen können.

8. Wie schätzen Sie das Ansehen und die Verdienstmöglichkeiten innerhalb der Unternehmen ein?

Social-Media-Kommunikation reiht sich bald als herkömmliche Komponente im Kommunikations-Mix ein. Der Dialog über soziale Netzwerke wird so normal wie das Telefonat mit einem Kunden oder das Beantworten einer Pressenanfrage. Von Mitarbeitern in Kommunikationsberufen wird in Zukunft erwartet, dass sie dialogbereit und social-media-kompatibel sind. Wohingegen die Verdienstmöglichkeiten im Augenblick noch äußerst attraktiv sind, werden sie sich in zirka 2 Jahren auf ein normales Maß einpendeln.

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